DotHIV als „rote Schleife“ der digitalen Welt

Tengelmann Social Ventures beteiligt sich mit einer sechsstelligen Summe an dotHIV, einem Sozialunternehmen, das den Kampf gegen Aids digitalisieren will. Das funktoniert so: Mit dem Verkauf von Adressen mit der Top-Level-Domain .hiv, die sich das Startup gesichert hat, sollen Registrierungsgebühren eingenommen werden, die in einen Spendentopf wandern. Jeder Besuch auf einer .hiv-Seite aktiviert dann nach Angaben der Initiative eine Mikrospende aus diesem Topf. Die Internetnutzer sollen über eine Plattform entscheiden können, wohin das Geld geht und welche Projekte damit unterstützt werden. Starten soll der Domain-Verkauf im Juli dieses Jahres.

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Das Social Business wurde schon im Dezember 2010 gestartet und ist seit 2011 operativ tätig. Das Ziel der Initiative sei es, das Thema HIV ins Bewusstsein zurückzubringen. „Zudem möchten wir gegen das Stigma angehen, mit dem Menschen, die mit HIV leben, konfrontiert sind“, erklärt dotHIV-Mitgründerin und Geschäftsführerin Carolin Silbernagl.

Die Seed-Finanzierung für dotHIV ist das dritte Social-Business-Investment für Tengelmann Social Ventures. Im Jahr 2011 hatte sich Tengelmann bereits mit einer Seed-Finanzierung an Coffee Circle beteiligt, einem Social Startup, das fair gehandelten Kaffee vertreibt und mit einem Teil der Einnahmen Entwicklungsprojekte unterstützt. Im März 2014 folgte eine siebenstellige Anschlussfinanzierung für das Kaffee-Startup. Die zweite soziale Beteiligung von Tengelmann ging an Kiddify, einer Peer-to-Peer-Plattform für Videos, die sich an Kinder richtet.

Bild: © panthermedia.net/HONGQI ZHANG