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Es geht um ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug ohne Pedale und Lenkrad, das ein Steuerruder wie in einem Flugzeug bekommen soll. Das schwedische E-Auto-Startup Uniti bekommt für die Produktion seiner Fahrzeuge Unterstützung von Siemens Nordics. Wie das Unternehmen nun bekannt gab, sollen 50.000 der Autos vollautomatisch in Schweden produziert werden. Die Fertigung werde innerhalb von 18 Monaten beginnen, erste Fahrzeuge sollen 2019 ausgeliefert werden, heißt es.

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Mit einer Reichweite von rund 150 Kilometern können zwei Personen befördert werden. Klassische Armaturen werde es nicht mehr geben, so das Unternehmen. Stattdessen Head-Up-Displays – alle Tacho-Stände werden auf das Glas projiziert, Funktionen per Touch ausgeführt. Bislang gab es die ganzen Features nur in der Theorie. Erste Prototypen werden derzeit entwickelt (siehe Video).

Uniti: Die Crowd schwärmt für dieses schwedische E-Auto – Ihr auch?

Die Crowd schwärmt für dieses schwedische E-Auto – Ihr auch?

Über 500.000 Euro sind in 36 Stunden von der Crowd für den elektrischen Kleinwagen zusammen gekommen. Von Großinvestoren hält sich das Startup Uniti bislang fern.

Im Oktober vergangenen Jahres sammelte Uniti binnen 36 Stunden über eine Crowdinvesting-Kampagne auf FundedByMe 500.000 Euro ein. Im November schloss die Kampagne mit 1,2 Millionen Euro. 600 Investoren aus 45 verschiedenen Ländern seien so zusammen gekommen. Auf Investoren-Angebote aus der Automobil-Industrie habe das Startup dabei bewusst verzichtet, sagte Unternehmenssprecherin Verena Kitowski zu Gründerszene und NGIN Mobilty damals. Bei Unity wolle man komplett nach dem Open-Source-Prinzip vorgehen, so Kitowski. Die gemeinsame, transparente Entwicklung lasse sich so schneller voran treiben.

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Das Auto von Uniti soll in der ersten Industrie 4.0-Fabrik produziert werden

Mit dem neuen Partner Siemens rückt die Vision einen Schritt näher. Im Zuge der Partnerschaft soll eine Software-Suite zum Einsatz kommen, mit der sich der gesamte Produktionsprozess vor der realen Umsetzung virtuell planen lasse, so das Unternehmen. Hierfür werde die weltweit erste Industrie-4.0-Fabrik in Schweden die Fertigung übernehmen, heißt es vom Unternehmen.

„Die Partnerschaft mit Siemens ist für unsere langfristigen Pläne entscheidend“, lässt sich Lewis Horne zitieren, CEO von Uniti Sweden. Das Startup habe jetzt die Möglichkeit in großer Stückzahl zu produzieren, und dass schneller und mit einem deutlich geringeren Startkapital, so Horne.

Das Startup Uniti ist im Sommer 2015 als Spin-off aus einem Uni-Projekt hervorgegangen. Die Ingenieure, die für Gründer Lewis Horne an Uniti arbeiten, befinden sich teilweise noch in der Abschlussphase ihres Studiums.

Ein vergleichbares Projekt, das aus einem Uni-Projekt hervorgegangen ist und ebenfalls eine erfolgreiche Kampagne abgeschlossen hat, ist Sono Motors. Die Münchner entwickeln ein Auto, das sich über Solarzellen selbst wieder auflädt und eine Klimananlage aus Moos hat.

Bild: Uniti