EatÜber liefert gesunde Hausmannskost

Auf die erste Skepsis, ob der Berliner Lieferdienst EatÜber (www.eatuber.com) wirklich eine noch nicht besetzte Nische annektiert, erwidert Mitgründerin Chanyu Xu: „Was bestellt man denn normalerweise? Pizza, Fastfood, Asiatisch – vielleicht Sushi. Aber das ist typisches Lieferservice-Essen.“ Sie wolle dagegen mit EatÜber solche Gerichte anbieten, wie es sie früher zu Hause gab, etwa Lachs, Salat, Chili oder Paella. Hausmannskost von Mutti oder Omi, gekocht aus regionalen Zutaten, so nennt sie das.

Vermutlich gibt es allein in Berlin mehr als 1000 Lieferdienste – vielleicht ist die Zahl auch zu niedrig gegriffen, denn beinahe täglich eröffnen neue und schließen unrentable. Anders als Lieferdienste wie Gaumenzauber, die auf Gesundheit und Fitness durchkomponierte Ernährungskonzepte anbieten, will EatÜber nur eine Alternative für den schnellen Hunger von Berufstätigen und Studenten, sein.

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Bis Ende des Jahres will das im Juli gestartete EatÜber schwarze Zahlen schreiben. Dann wird sich auch zeigen, ob sich das Geschäftsmodell „Anruf – kochen – liefern“ auch in großer Zahl skalieren lässt.

Bisher kommt das zehnköpfige Team, zu dem drei Köche aus der Vier- und Fünf-Sterne-Hotellerie, ein Mitgründer, Tobias Köpcken, mit Erfahrung in der Systemgastronomie und drei Fahrer gehören, mit der täglichen Arbeit zurecht. Gerade auch weil Sommerzeit sei und die erste richtige Bewährungsprobe in den kälteren Jahreszeiten komme, wie Xu erzählt.

Sie war zuvor als Mitgründerin und Marketing-Leiterin bei Customer Alliance tätig, einem Umfragenerstellungsdienst. Im Gespräch mit Gründerszene erzählt sie, wieso der Wechsel in das Lieferdienstgeschäft für sie auch aus biografischer Sicht Sinn ergibt, was der ungewöhnliche Name des Dienstes bedeutet und vieles mehr.