Viele haben bereits davon gehört: UG (haftungsbeschränkt) oder Mini-GmbH. Aber was genau unterscheidet die UG (haftungsbeschränkt) von der normalen GmbH? Ein gravierender Punkt ist das Stammkapital. Die UG, im Volksmund auch Ein-Euro-GmbH genannt, kann bereits ab einem Euro Stammkapital gegründet werden, während es bei der GmbH mindestens 25.000 Euro sein müssen.

Die UG (haftungsbeschränkt) wurde 2008 als Pendent zur englischen „Limited“ in Deutschland eingeführt. Sie besitzt den Vorteil, dass Gründer nach deutschem Recht behandelt werden. Mit der Zeit wurde die UG deshalb immer beliebter und gilt heute als eine der gründerfreundlichsten Rechtsformen. Grund genug, den Gründungsprozess Schritt für Schritt darzustellen. Bei firma.de können Sie sich mit speziellen UG-Gründungspaketen ab € 99,- netto (€ 117,81,- inkl. MwSt.) von der Gründungsbürokratie befreien.

Vorgründungsphase

Bevor Sie gründen, ist es ratsam, im Vorfeld ein paar entscheidende Fragen zu klären. Dies kann Ihnen im Nachhinein erhebliche Kosten und Mühen ersparen. So kann Ihre Gründung schneller und einfacher vonstattengehen.

  • Gründe ich alleine oder im Team? Habe ich später vielleicht vor, einen weiteren Gesellschafter aufzunehmen?
  • Wie viel Stammkapital soll eingebracht werden und von wem?
  • Mit welchem Namen und Unternehmenszweck gründe ich?
  • Wer ist der Geschäftsführer, wie viele Geschäftsführer?

Erster Schritt: gründe ich alleine oder im Team?

Es gibt die Möglichkeit einer Gründung mit Musterprotokoll, für einen oder mehrere Gesellschafter oder mit einer individuellen UG-Satzung. Die Gründung mit Musterprotokoll ist eine kostengünstige Alternative für alle, die schnell gründen möchten. Das Musterprotokoll ist nur für eine Gründung mit maximal einem Geschäftsführer und maximal drei Gesellschaftern möglich. Falls Sie diese Anzahl überschreiten, müssen Sie mit einer individuellen UG-Satzung gründen.

Die Satzung wird individuell für Ihr Unternehmen erstellt und kann im Nachhinein immer wieder geändert werden. Dabei sind die Änderungen grundsätzlich durch einen Notar zu beurkunden. Grundsätzlich muss, unabhängig der Vertragsform, klar geregelt sein:

  • der Name des Gesellschafters/der Gesellschafter
  • der Name und Sitz der Gesellschaft
  • der Unternehmensgegenstand
  • das Stammkapital jedes Gesellschafters und die daraus resultierenden Geschäftsanteile

Die Notargebühr ist bei einem Musterprotokoll ca. 50 % günstiger als bei einer individuellen Satzung.

Zweiter Schritt: das Stammkapital

Auch wenn bereits ein Euro zur Gründung einer UG genügt, ist es ratsam, mehr Geld als Stammkapital einzubringen. Jede spätere Änderung des Stammkapitals bedarf einer notariellen Beurkundung. Bedenken Sie zudem, dass die Gründung selbst ebenfalls Kosten in Anspruch nimmt. Ist die Frage des Stammkapitals geklärt, muss dieses in bar und in voller Höhe auf das Geschäftskonto eingezahlt werden. Bei einer UG müssen zudem jedes Jahr finanzielle Rücklagen gebildet werden, die 25 % des Jahresgewinns betragen müssen. Diese Rücklagen müssen so lange gebildet werden, bis 25.000,00 €, also ein mögliches GmbH-Stammkapital, erreicht sind. Danach können Sie die UG in eine GmbH umwandeln. Eine zeitliche Frist für die Rücklage gibt es nicht. Sollte kein Gewinn erzielt werden, muss auch keine Rücklage gebildet werden.

Dritter Schritt: Der Name, der Geschäftszweck und der Geschäftsführer

Für eine UG ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben, dass, der Zusatz „UG (haftungsbeschränkt)“ im Namen geführt wird. Am besten klären Sie im Vorfeld mit Ihrer zuständigen IHK ab, ob Sie Ihren Wunschnamen auch verwenden können. Sollten Sie dies nicht tun und Ihr Name wird vom Registergericht abgelehnt, weil er gegebenenfalls zu allgemein oder bereits vergeben ist, kommen weitere Notargänge und Kosten auf Sie zu. Bitte beachten Sie, dass die IHK keine markenrechtliche Prüfung vornimmt. Gemeinsam mit dem Namen können Sie auch Ihren Geschäftszweck prüfen lassen. Dieser darf nicht zu allgemein gehalten sein, da er im Handelsregister einsehbar ist und Ihren Tätigkeitsbereich genau wiedergeben muss.

Eine Kapitalgesellschaft, wie die UG (haftungsbeschränkt), muss einen oder mehrere Geschäftsführer bestellen. Dies können Sie selbst als geschäftsführender Gesellschafter oder eine Person Ihres Vertrauens, als Fremdgeschäftsführer, sein.

Gründungsphase

Jetzt wird es ernst. Sind alle Fragen vorab geklärt, können Sie sich mit Ihrem Gründungsvorhaben an einen Notar in Deutschland wenden.

Vierter Schritt: der Notartermin und die Kontoeröffnung

Alle Gesellschafter und Geschäftsführer müssen bei dem Notartermin persönlich anwesend sein oder zumindest eine notariell beglaubigte Vollmacht vorlegen. Sind alle nötigen Dokumente vorgelegt und beurkundet, ist Ihre UG (haftungsbeschränkt) gegründet. Allerdings haften Sie bis zur Eintragung ins Handelsregister noch persönlich. Erst mit der Eintragung ins Handelsregister wird die Haftungsbeschränkung wirksam. Nach der Gründung müssen die beglaubigten Unterlagen der Bank zur Kontoeröffnung vorgelegt werden. Das Stammkapital muss in bar und in voller Höhe eingezahlt werden. Danach erhalten Sie einen Einzahlungsbeleg der Bank, den Sie an Ihren Notar senden. Erst wenn der Notar den Einzahlungsbeleg hat, wird Ihre UG-Gründung an das Registergericht weitergeleitet.

Tipp: Vereinbaren Sie den Termin zur Kontoeröffnung immer etwas früher, da hier hohe Wartezeiten entstehen können. Der Termin selbst muss nach dem Notartermin stattfinden.

Fünfter Schritt: Ämter über Ämter

Ganz ohne Ämter kommt man auch bei der Gründung einer UG (haftungsbeschränkt) nicht aus. Nach der Eintragung ins Handelsregister stehen noch Besuche beim Finanz- und Gewerbeamt an. Aber alles zu seiner Zeit: Hat Ihr Notar alle notwendigen Unterlagen erhalten, meldet er Ihr Unternehmen an das Handelsregister. Ist die Eintragung in das Handelsregister erfolgt, greift der Zusatz „haftungsbeschränkt“ nun vollkommen. Nach dem Handelsregisterauszug müssen Sie sich bei Ihrem zuständigen Gewerbeamt anmelden. Meistens erhält der Gründer automatisch Post von Gewerbe- und Finanzamt mit den entsprechenden Formularen. Das Finanzamt erteilt Ihnen dann Ihre Steuernummer, mit der Sie Ihre Firmenrechnungen schreiben können.

Nun ist es auch schon geschafft. Ihr Unternehmen ist gegründet und Sie können Ihren Traum leben. Als Tipp gibt es noch einen letzten Schritt, den Sie beachten sollten:

Mit der richtigen Vorbereitung kann Ihre Gründung schnell und problemlos über die Bühne gehen. Planen Sie aber dennoch genügend Zeit und Geld ein. Um auch wirklich alles ohne große Zwischenfälle zu meistern, gibt es für Sie die Möglichkeit, Ihr Vorhaben in die Hände von erfahrenen Experten zu legen. Für jede Rechtsform bietet firma.de spezielle Gründerpakete an, damit Ihr Traum vom eigenen Unternehmen auch wahr wird. Die Gründung kann meistens sogar schon innerhalb von 14 Tagen fertiggestellt sein.

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