Der Enit Agent wird präsentiert: Simon Fey, Kai Klapdor, Pascal Benoit, Hendrik Klosterkemper haben Enit gegründet.

Millionenbetrag für das Freiburger B2B-Startup Enit Systems: Das junge Unternehmen, das eine Energiemanagement-Plattform für Industriebetriebe anbietet, erhält Investitionskapital von der S-Beteiligungsgesellschaft, einer Sparkassen-Tochter. Damit will das Startup, das sein Produkt bisher in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreibt, überregional wachsen.

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Mit der Lösung von Enit können dezentrale Energiesysteme in mittelständischen Unternehmen gesteuert werden. Dafür hat das Startup einen kleinen Kasten entwickelt, den sogenannten Enit Agent (s. Foto). Er berechnet und analysiert den Energieverbrauch, damit die Kunden mehr Kontrolle über den Verbrauch von Strom, Wärme und Gas gewinnen.

Anlagen, wie zum Beispiel Blockheizkraftwerke und Photovoltaik-Anlagen, sollen so effizienter und intelligenter betrieben werden. Zusätzlich kommuniziere der Enit Agent mit der Gebäudeleittechnik, der Maschinensteuerung und den ERP-Systemen des Unternehmens, sagt Gründer Hendrik Klosterkemper. Mit diesen Erkenntnissen würden Kunden ihre Produktprozesse sowie die Preise verbessern.

Mittelständler, die den Enit Agent einsetzen, könnten mehrere zehntausend Euro pro Jahren sparen, heißt es von dem Startup. Das System von Enit kostet dabei einige tausend Euro, wobei der Preis von der Größe des jeweiligen Unternehmens abhängt. Vorab können die Kunden das System aber für einen kleinen Teil des Endpreises testen.

Enit wurde Ende 2014 von vier ehemaligen Kollegen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE gegründet. Pascal Benoit und Simon Fey sind die Erfinder des Enit Agents. Ex-BCG-Berater Hendrik Klosterkemper leitet das Startup, Kai Klapdor, zuvor Anwalt bei einer Energierechtskanzlei, ist als CFO an Bord. Aktuell beschäftigt Enit 14 Mitarbeiter und hat mehr als dreißig Mittelständler als Kunden.

Bild: Enit