Die Ezeep-Gründer Frederic Haitz, Marian Zange und Sascha Kellert (von links)

Vier Millionen für Ezeep?

Das Berliner Startup Ezeep (www.ezeep.com) hat in einer Finanzierungsrunde einen Millionenbetrag von der IBB sowie den Altinvestoren High-Tech Gründerfonds und dem Luxemburger VC Mangrove Capital Partners eingesammelt. Das 2011 gegründete Unternehmen vertreibt eine Software, mit der sich sämtliche Drucker einer Firma zentral in der Cloud verwalten lassen und damit den Mitarbeitern mobiles Drucken ohne Treiberinstallation ermöglicht. Durch die zentrale Verwaltung sollen Firmen zum Beispiel Drucker schnell erkennen können, die im Betrieb besonders teuer sind, und somit die Druckkosten reduzieren.

„Das, was Dropbox mit Dokumenten macht, macht Ezeep mit Druckern“, erklärt Mitgründer Sascha Kellert gegenüber Gründerszene. Kellert leitet das Startup gemeinsam mit Frederic Haitz und Marian Zange. Zu den Kunden von Ezeep zählen hauptsächlich Mittelständler und Großkonzerne. Wie viele Kunden Ezeep derzeit hat, möchte Kellert nicht verraten.

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Ebensowenig ist bekannt, wie hoch die aktuelle Finanzierungsrunde genau ist. Das US-Magazin Techcrunch vermutet, dass Ezeep rund vier Millionen US-Dollar einsammeln konnte. Diese Zahl will Kellert jedoch nicht kommentieren. Ende 2012 gab es schon einmal eine Millionenfinanzierung für das Startup.

Das eingesammelte Geld will Ezeep für den Ausbau der Vertriebskanäle nutzen. Neuerdings kooperiert das Unternehmen mit dem IT-Distributor Also, der den Druck-Service an sein Netzwerk von Resellern vertreiben soll. „Wir bewegen uns in einem riesigen Markt, in dem Partnerschaften von größter Bedeutung sind“, erklärt Kellert. „Dies wird nicht die letzte Ankündigung dieser Art für Ezeep in diesem Jahr sein.”

Derzeit arbeiten 15 Mitarbeiter in der Zentrale in Berlin-Kreuzberg. Nach Angaben von Ezeep nutzen Firmen in mehr als zwölf Ländern den Service. Der Preis für die Software berechne sich nach der Größe der Firma, erklärt Kellert. „Im Schnitt kostet der Service 1,50 Euro pro Monat und Mitarbeiter.“

Im dritten Quartal 2014 will Ezeep ein zweites Büro eröffnen – an der US-Ostküste, in Boston oder New York. „Wir haben derzeit die meisten Kunden in den USA. Außerdem ist das Thema Cloud dort schon angekommen“, so Kellert. „Hier in Deutschland wird das vermutlich noch ein bis zwei Jahre dauern.“

Bild: Ezeep