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Facebook zahlt 19 Milliarden für WhatsApp

Das weltgrößte Social Network Facebook übernimmt den Messaging-Dienst WhatsApp für zunächst 16 Milliarden US-Dollar. Vier Milliarden Dollar sollen in bar bezahlt werden, der Rest in Facebook-Aktien. Das teilte das von Mark Zuckerberg gegründete Unternehmen auf seiner Internetseite mit.

Update vom 11. April 2014: Die US-amerikanische Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat die Übernahme von WhatsApp durch Facebook genehmigt. Allerdings mit einem Warnhinweis: Das Vorhaben hatte nämlich die (US-) Verbraucherschützer auf den Plan gerufen, die erhebliche Datenschutz-Bedenken hatten. Sein Versprechen, keine Namen, E-Mails, Adressen oder andere Informationen aus den Handy-Adressbüchern zu sammeln oder die verschickten Botschaften zu speichern, müsse WhatsApp auch unter dem neuen Besitzer Facebook einhalten. Sonst „könnte dies gegen das Gesetz verstoßen“, heißt es in dem FTC-Dokument. Facebook war in der Vergangenheit wegen seiner wechselnden Datenschutz-Richtlinien in die Kritik der Verbraucherschützer und den Fokus der Behörde geraten.

Später sollen weitere drei Milliarden Dollar für die WhatsApp-Gründer und die Mitarbeiter hinzu kommen. Damit beläuft sich de Kaufpreis auf insgesamt 19 Milliarden US-Dollar.

10 WhatsApp-Fakten

  • WhatsApp hat rund 450 Millionen monatliche Nutzer
  • 72 Prozent davon benutzen den Messenger täglich
  • jeden Tag werden 50 Milliarden Nachrichten über WhatsApp versendet
  • WhatsApp wächst täglich um eine Million Nutzer
  • WhatsApp beschäftigt lediglich 32 Entwickler
  • bisher wurde kein Geld in Marketing gesteckt
  • Sequoia investierte 2011 acht Millionen US-Dollar und erhielt dafür 15 Prozent der Anteile
  • Gründer hält Nutzerschaft von fünf Milliarden in den nächsten Jahren für realistisch
  • WhatsApp ist besonders stark in aufstrebenden Märkten
  • Facebook und WhatsApp standen angeblich schon Ende 2012 in Kaufgesprächen

WhatsApp ist nun Bestandteil der mittlerweile zehnjährigen Facebook-Geschichte. Eine Bildergalerie:

Zehn Jahre Facebook in Bildern

Bild: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von Sam Azgor; Mitarbeit: Georg Räth; Ersterscheinung des Artikels am 20. Februar 2014