facebook marketplace europa

Als erste Länder werden Irland, Italien, Portugal und Spanien Zugriff auf den Facebook Marketplace erhalten – nach Angaben des Tagesspiegels wird die Funktion dort bis Ende Juli bereitgestellt. Deutschland, Frankreich und die Benelux-Staaten sollen dann Mitte August folgen. Eine offizielle Bestätigung von Facebook zu diesem Zeitplan liegt aber bislang nicht vor.

Das Marketplace-Prinzip funktioniert ähnlich wie das anderer Online-Auktionen: Interessenten können über Kategorien nach Artikeln suchen, Käufer und Verkäufer müssen für die Transaktionen dabei nicht einmal befreundet sein. Das Schalten der Anzeigen ist kostenlos, Facebook verdient sein Geld wie üblich über Werbeeinblendungen.

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Das soziale Netzwerk will mit dem Marketplace die bereits lose formierten Gruppen auf seiner Plattform bündeln, die Online-Auktionen und kleinere Verkäufe gebrauchter Artikel tätigen. Nach Unternehmensangaben sind bislang mehr als 450 Millionen Nutzer in solchen Gruppen aktiv. Der hauseigene Online-Marktplatz wird von den Anwendern offenbar angenommen: Im Monat Mai wurden laut Facebook 18 Millionen Anzeigen in den USA geschaltet.

Facebook positioniert sich damit als direkter Konkurrent zu anderen Online-Auktionshäusern: Gerade der bisherige Marktführer eBay hat seit einigen Jahren mit stagnierenden Nutzerzahlen zu kämpfen und kann seine Marktposition im Prinzip nur noch über die mittlerweile ausgegliederte Firmentochter PayPal halten. Facebook steht dagegen mit seinen jüngst verkündeten 2 Milliarden aktiven Nutzern an der Spitze der Online-Netzwerke. Es ist also mehr als wahrscheinlich, dass mit der Marketplace-Funktion die Tage von eBay nun wirklich gezählt sind.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Wired.de.

Bild: Facebook