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Das sieht sehr nach Freizeit aus. Arbeitet hier auch jemand?

Facebook hat sich offenbar sehr genau angeschaut, wie Apple seinen neuen Campus baut. Dieses gestrandete UFO in Cupertino wirkt hermetisch, kühl und nach außen abgeschottet. Spötter sagen, es könnte auch die Zentrale der Scientologen sein. Mark Zuckerberg will das anders machen. Der neue Firmensitz von Facebook soll ein Teil der bestehenden Community sein. Auch Anwohner haben Zugang zu den Einrichtungen und Parks.

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So soll der Willow Campus einmal aussehen.

Seit 2011 sitzt Facebook in Menlo Park. Das ist der nicht ganz so teure Nachbarort von Palo Alto, der trotzdem immer noch zu den teuersten Wohngegenden der USA gehört. Am Rande des Städtchens mit circa 32.000 Einwohnern wohnen aber auch Stanford-Studenten, gleich um die Ecke ist die Sand Hill Road, Sitz der großen VC-Firmen. Die Einkaufsstraße von Menlo Park ist ein guter Ort, um sich am Samstag ein wenig unter die Leute zu mischen. Es geht den Menschen gut hier.

1.500 neue Wohnungen nicht nur für Facebook-Angestellte

Facebook sitzt bis heute in einem wenig ansehnlichen Gebäudedurcheinander. Aber jetzt wird alles anders. Man baut gleich auf der anderen Straßenseite nach ökologischen und verkehrstechnischen Gesichtspunkten ein neues Hauptquartier. Die Geschäfte, Apotheke, Supermärkte und sogar Wohnungen können auch von Nicht-Facebook-Mitarbeitern genutzt werden. 1.500 Apartments sind insgesamt geplant.

Der berühmte Architekt Frank Gehry hat geholfen, die Pläne für die Neugestaltung des ehemaligen Menlo Science & Technology Parks zu erstellen, der bald Willow Campus heißen soll. Er wird auch Auswirkungen auf den direkten Nachbarn East Palo Alto haben. Diese Gegend gilt immer noch als schwierig. Hier ist die Kriminalitätsrate hoch und die Mieten sind niedrig. Damit wird wahrscheinlich spätestens Schluss sein, wenn um das Jahr 2020 der neue Nachbar fertig ist mit seinem Bau.

Fotos und Video: OMA / Facebook