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Die Fairr.de-Gründer: Jens Jennissen, Alexander Kihm und Ambros Gleißner (von links)

Schon einmal hat Transamerica Ventures in ein deutsches Fintech-Startup investiert: Vor zwei Jahren beteiligte sich der New Yorker VC an Auxmoney. Nun folgt das zweite Engagement. Zusammen mit der IBB Beteiligungsgesellschaft steckt Transamerica Ventures eine Millionensumme in das Berliner Fintech Fairr.de. Wie hoch das Investment genau war, wollte das Startup auf Nachfrage nicht verraten.

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Über die Website des Fintechs können Kunden Riester-Verträge abschließen, die Fairr.de entwickelt hat. Genauer: Riester-Fondssparpläne. Dafür arbeitet das Unternehmen mit der Partnerbank Sutor Bank und der myLife Lebensversicherung zusammen.

Bei seinem Produkten wirbt das Startup damit, im Vergleich zu Konkurrenzangeboten der Großbanken besonders günstig zu sein. „Wir haben alle unnötigen Kosten weggelassen, wie zum Beispiel die Abschlussprovision“, sagte Gründer Jennissen in einem Interview mit Gründerszene. Gebühren lassen sich auch sparen, weil alles online verwaltete werde. Außerdem handele es sich bei den Anlagen vor allem um sogenannte ETFs, für die niedrigere Gebühren erhoben werden als für aktive gemanagte Fonds.

Mit dem neuen Investment solle nun unter anderem das Team ausgebaut und die Plattform für die betriebliche Altersversorgung weiterentwickelt werden, gibt Jennissen an. Offenbar soll auch Geld ins Marketing fließen, denn der Gründer will die Bekanntheit seiner Produkte „deutlich steigern“.

Fairr.de wurde im November 2013 von Jens Jennissen, Alexander Kihm und Ambros Gleißner gegründet. Elf Mitarbeiter hat das Unternehmen derzeit, weitere sollen in den nächsten Monaten eingestellt werden. Seit der Gründung ist das Unternehmen durch Business Angels finanziert. Ende 2015 sicherte sich die Firma einen Platz im Accelerator-Programm von ProSiebenSat.1. Eine Anschubfinanzierung von 25.000 Euro gab es damals, sowie Mentoring und ein Werbebudget von 500.000 Euro.

Bild: Fairr.de