Mario Götze soll die Fans anlocken

Fans von Mario Götze konnten dem Fußballer kürzlich dabei zuschauen, wie er einen Kuchen backt – inklusive Kopfkamera. Unter dem Hashtag Mariocake feierte Götze selbst, die 10-Millionen-Fanmarke auf Facebook geknackt zu haben. Künftig bekommen seine Anhänger nun 100 Punkte auf der Plattform Fanmiles gutgeschrieben, wenn sie die viereinhalb Minuten Kuchenbacken anschauen.

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Denn nach Dubsmash will jetzt ein weiteres Berliner Startup durch die virale Power von Mario Götze erfolgreich werden. Mit der Plattform Fanmiles will das Berliner Unternehmen eine „Art Loyalty-Programm“ nur für Fans schaffen. „Für jeden Schritt eines Fans – sei es der Besuch auf einem Konzert, das Folgen eines Stars auf Facebook oder das Teilen eines Fotos mit seinen Freunden– kann ihn der Star mit Fanmiles belohnen“, erklärt Alan Sternberg, Mitgründer des Startups. Statt eines Toasters, die es als Prämie bei anderen Loyalty-Programmen gebe, bekämen die Fans mit genügend Punkten etwas, das sie auch haben wollen. Etwa ein Ticket für den nächsten Stadionbesuch – oder auch ein Kinoticket.

Abgesehen von Mario Götze, der die Partnerschaft heute über seine Social-Media-Kanäle verbreitete, kommen Fußballer Marco Reus oder Schauspieler Til Schweiger auf die Plattform. Nicht nur Stars, sondern auch Marken wie Deezer, dürfen sich auf der Fanmiles-Plattform präsentieren. Stars und Marken jeder Art sollen dazukommen. Mit ihrer speziellen Loyalty-Plattform haben die Gründer große Ziele: „Wir wollen zu einer globalen Social-Media-Plattform aufsteigen“, sagt Sternberg. So „größenwahnsinnig“ sich mit Facebook zu vergleichen seien sie nicht, aber das Prinzip sei gleich.

Fans von Götze, Schweiger und Co. auf die Plattform holen

Reichweite bringen ihnen Stars wie Götze. Seine Ankündigung auf Facebook hatte innerhalb von wenigen Stunden mehr als 10.000 Likes. Ein Großteil der Fans könne das Unternehmen auf die Seite locken, sagt Sternberg.

Mitgründer Alan Sternberg

Geld verdienen will das Startup über Sponsoren, diese dürfen sich auf den Profilen der Stars präsentieren und den Fußballfans beispielsweise eine Probefahrt anbieten. Das seien Marken wie Supermärkte, die nicht so viele Fans hätten, sagt Sternberg. Über die Plattform können sie ihre Produkte geschickt platzieren.

Das Berliner Startup tüftelt bereits seit etwas mehr als zwei Jahren an dem Konzept. Mit Fußballvereinen wie Hertha BSC, Bayer Leverkusen und dem Hamburger SV hat das Unternehmen sein Modell ausprobiert. Die Vereine seien mit dem Ergebnis „sehr zufrieden“, sagt Sternberg. Über die Anmeldezahlen will er nichts verraten. Die ersten Lösungen liefen allerdings noch über eigene Plattformen – jetzt erst startet das große Netzwerk, das für alle verfügbar ist.

Sponsoring-Erfahrung in der Familie

Die Zeit habe es gebraucht, um das Loyalty-Programm zu testen, sagt Sternberg. Bis zum vergangenen Jahr hatte Fanmiles noch den erfahrenen Loyalty-Experten Mario Schwegler an Bord: Bei der Bertelsmann-Tochter Arvato baute er etwa die Deutschlandcard mit auf. Auch Sternbergs Mitgründer Fabian Schmidt hat einen Sponsoring-Experten in der Familie: Sein Vater gilt als versierter Berater in diesem Bereich. Zusammen mit Oliver Kaiser hat er in die Firma investiert, genauso wie die Lagardère-Tochter Sportfive.

Mario Götze versucht sich als Bäcker: