Liveshopping, Mobile-Couponing, SevenSnap, Tobias Hieb, Jeff Coe, Björn von Siemens

Die Mobileanwendung für Liveshopping SevenSnap (www.sevensnap.de) erhielt durch die beiden Business-Angel Jeff Coe und Björn von Siemens eine Finanzierung. Konkrete Zahlen für die aktuelle Finanzierungsrunde des noch jungen und erst kürzlich im Januar gestarteten Unternehmens werden nicht genannt.

Jeff Coe und Björn von Siemens investieren Geld und Knowhow bei SevenSnap

Investor Jeff Coe hält neben SevenSnap auch Anteile an einer der größten deutschen Videoplattformen Sevenload, bei der er als International-Director tätig war. Erfahrungen im Bereich Mobile konnte er in seiner Zeit vor Sevenload außerden im Management mehrerer Firmen, unter anderem in Australien, sammeln. Für Mitinvestor Björn von Siemens ist Mobile hingegen ein eher neues Thema. Er studierte unter anderem Entrepeneurship in Sankt Gallen und Harvard und war danach in den verschiedensten Bereichen wie Umwelttechnik, Unternehmensberatung oder der Automoilindustrie tätig.

„SevenSnap kombiniert die derzeit elementarsten Trends im Online-Shopping. Dazu zählen Mobile-Commerce, ein hohes Maß an Emotionalisierung und Dynamik“, loben Jeff Coe und Björn von Siemens das junge Unternehmen, die sich über das Berliner Netzwerktreffen Echtzeit gefunden haben und mit den beiden Business-Angels nun zum Kreis von insgesamt sieben Privatinvestoren gehören. Wofür das frische Kapital vornehmlich verwendet werden soll, ist vorerst nur zu mutmaßen. Wahrscheinlich werden damit aber die kommenden Kosten für Ausweitung, Weiterentwicklung des Produkts und Marketing gedeckt.

So funktioniert SevenSnap

Wie funktioniert SevenSnap eigentlich? Grob gesagt handelt es sich bei dem Produkt rund um das Team von Geschäftsführer Tobias Hieb, um ein mobiles Liveshopping-Portal im Stile von Swoopo (www.swoopo.de), bei dem viele Nutzer um den günstigsten Preis eines stündlich vorgestellten Produkts, wie zum Beispiel einem Apple iPhone, buhlen. Im Detail befindet sich dazu jeder dieser Bieter im so genannten Snap-Room und wartet darauf, bei einem durch immer mehr hinzukommende Nutzer, auch immer niedriger werdenen Preis zuzuschlagen. Hauptkritikpunkt hierbei ist, dass schon das Betreten des Raumes kostenflichtig ist und auch bei Nicht-Erwerb des gewünschten Produkts somit Kosten für den Bieter entstehen.

Frisches Geld, glückliches SevenSnap, glückliche Investoren, aber schwieriges Modell. Mitbewerber Dealstreet versuchte sich ebenfalls am Entertainment-Liveshopping und scheiterte, ebenso wie auch Rabattschlacht, die nun beide insolvent sind. Selbst Vorreiter Swoopo strauchelt, die mittlerweile schon mit ihrem dritten CEO agieren. Der Unterschied zu SevenSnap scheint hierbei tatsächlich nur der momentan so schnell wachsende Mobile-Bereich zu sein, auf den ja auch Lifestyle-Couponing-Anbieter DailyDeal (www.dailydeal.de) und Friendticker (www.friendticker.de) aufspringen möchten. Ob allein dieser Hype das schwierige Geschäftsmodell retten kann, bleibt abzuwarten.

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