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Einen Arzt vom heimischen Sofa aus befragen: Das schwedische Startup Kry macht es möglich.

Frisches Kapital für das schwedische Health-Startup Kry: Das Startup mit Sitz in Stockholm hat 6,1 Millionen Euro eingesammelt. Finanziert haben die Seed-Runde unter anderem der Berliner Frühphaseninvestor Project A, der Londoner Investor Index Ventures und der schwedische VC Creandum.

Bei Kry können sich Patienten in Videosprechstunden mit Ärzten und Psychologen beraten lassen. Außerdem erhalten sie dort Rezepte und können sich Medikamente nach Hause schicken lassen. Damit verfolgen die Schweden ein ähnliches Geschäftsmodell wie das umstrittene Londoner Startup DrEd.

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Zunächst werden die Kunden von Kry nach ihren Symptomen gefragt. Danach erhalten sie eine 15-minütige Video-Sprechstunde mit einem Fachmann. Je nach Diagnose stellt dieser dann ein Rezept aus, manchmal wird auch an einen Facharzt vor Ort verwiesen. Dafür zahlen die Patienten dann umgerechnet 32 Euro.

Das Startup wurde im Jahr 2014 von Fredrik Jung Abbou, Josefin Landgard, Joachim Hedenius und Johannes Schildt in Stockholm gegründet. Seit dem Launch der App im vergangenen Jahr hätten bereits über 30.000 Schweden einen Arzt über Kry befragt, heißt es auf der Unternehmensseite.

Bisher gebe es den Service nur in Schweden, mit der Seedfinanzierung solle aber die internationale Expansion vorangetrieben werden, teilte Projekt A mit. Allerdings werde es noch etwas dauern, bis der Dienst auch in Deutschland zur Verfügung stehe. Denn hier gibt es ein Gesetz, das Telemedizin erschwert. Es verbietet Ärzten, Patienten ausschließlich aus der Ferne zu behandeln.

Bild: Kry