Das Impraise-Team Arnaud Camus, Steffen Maier, Bas Kohnke und Filipe Dobreira (von links)

Impraise hat eine neue Finanzierungsrunde abgeschlossen: 1,6 Millionen US-Dollar gibt es für das Startup. Das Geld kommt unter anderem von HenQ, Palm Drive Ventures und China Growth Capital. Impraise hat eine App entwickelt, mit der Arbeitskollegen und Führungskräfte Feedback geben und einholen können.

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Filipe Dobreira, Bas Kohnke und Steffen Maier gründeten Impraise Anfang 2014 in Berlin. Sechs Monate später wurden sie vom Frühphasen-Investor Y Combinator in die USA geholt und verbrachten drei Monate in der Startup-Schmiede an der Westküste. Durch den Y Combinator erhielten sie außerdem ein Investment von 120.000 US-Dollar und konnten sich mit Alumni wie den Gründern von Dropbox und Airbnb austauschen.

Nach der Zeit im Y Combinator zog das Team wegen der geringeren Zeitverschiebung zu Europa an die Ostküste nach New York und eröffnete zusätzlich ein Büro in Amsterdam. 21 Mitarbeiter arbeiten inzwischen für Impraise. Nach eigenen Angaben nutzen 100 Unternehmen die App zur Personalentwicklung.

Feedback-App Impraise: „In großen Konzernen geht die Mitarbeiterförderung extrem unter“

„In großen Konzernen geht die Mitarbeiterförderung extrem unter“

Impraise bastelt an einer Feedback-App ganz ohne Noten. Mitgründer Steffen Maier erklärt, weshalb Feedback in Unternehmen kontinuierlich erfolgen sollte.

Nach einem Meeting kann ein Manager mit wenigen Klicks eine Feedback-Anfrage an die Kollegen rausschicken, die eine Push-Nachricht auf ihr Smartphone bekommen. Sie können dann bewerten, ob er die Agenda eingehalten hat oder ob er gut vorbereitet war.

Dabei werden allerdings keine Noten vergeben. In der App kann man stattdessen mit der Maus oder den Fingern einen Kreis größer ziehen. Je größer, desto positiver das Feedback. Der Kreis geht beim Größerwerden von orange in grün über. Das veranschaulicht also zusätzlich, wie das Urteil ausfällt. Außerdem kann man Kommentare hinzufügen.

Mit dem frischen Geld soll der Vertrieb vorangetrieben werden. Aber auch das Produkt wird verbessert. Gezieltes Coaching und Fortbildungsangebote wollen sie künftig über die Plattform vermitteln. Konkret könnte das bedeuten, dass Impraise individuelle Angebote erstellt. Beispielsweise wenn ein Teamleiter durch die App auf sein schlechtes Zeitmanagement hingewiesen wird, vermittelt Impraise einen Kurs, um diese Skills zu trainieren. Auch Online-Tutorials zu integrieren sei denkbar, so Maier.

Bild: Impraise