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Billfront-Geschäftsführer Christopher Vogt und Gregor Dimitriou (von links)

Billfront war eines der ersten Startups, das der Company Builder FinLeap Anfang 2015 startete. Seitdem war es jedoch ruhig um das Fintech. Zusammen mit einer Partnerbank vergibt Billfront Kredite an Adtech-Unternehmen, damit diese nicht auf die Forderungen von ihren Kunden warten müssen. Gerade die Adtech-Industrie leidet laut Billfront unter den langen Zahlungszielen, „die häufig von den großen Werbetreibenden vorgegeben werden“.

Mit einem ähnlichen Ansatz sind gerade mehrere Startups aufgetaucht, darunter Sebastian Diemers Blackbill oder Fundflow. Im Gegensatz zum sogenannten Factoring dieser Startups, bei dem Forderungen abgekauft worden, vergibt Billfront Kredite an seine Kunden und das auch in deutlich größeren Dimensionen. Die durchschnittliche Summe liege bei 250.000 bis 500.000 Euro, heißt es vom Unternehmen. Und: Mit der Adtech-Branche hat Billfront außerdem eine enge Zielgruppe. „Dadurch verstehen wir die Unternehmen besser und die Ausfallwahrscheinlichkeit sinkt“, sagt Geschäftsführer Christopher Vogt gegenüber Gründerszene.

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Bislang war das Startup, das Büros in London und Berlin unterhält, in Großbritannien, Spanien und den Niederlanden aktiv. In der Serie A sammelt Billfront nun insgesamt 33 Millionen Euro ein, darunter ist allerdings Eigen- genauso wie Fremdkapital. Zu den Investoren gehören der Verbraucherkreditanbieter 4Finance und die NIBC-Bank, die als Partnerbank für Billfront aktiv ist. Außerdem gibt der Inkubator FinLeap selbst weiteres Geld. „Ein Großteil“ der Runde mache das Fremdkapital aus, das für das Kreditgeschäft des Startups verwendet werden soll, sagt Vogt.

Mit dem restlichen Geld will Billfront auch seine Technologie ausbauen. Davon hängt letztlich auch der Erfolg des Geschäfts ab, denn so lässt sich die Ausfallwahrscheinlichkeit der Kredite minimieren. Dafür analysiert das Fintech bislang vor allem die Rechnungshistorie der Adtech-Unternehmen.

Nach der neuen Finanzierungsrunde will Billfront auch in Deutschland mit der SolarisBank als Partner loslegen. Die Startup-Bank wurde ebenfalls von FinLeap gestartet. Das Billfront-Team mit derzeit 17 Mitarbeitern soll sich im kommenden Jahr verdoppeln. Zahlen zu seiner bisherigen Kreditvergabe verrät das Unternehmen nicht, zu den Kunden zählt nach Angaben des Startups etwa DynAdmic.

Bild: Finleap