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Wird Fintech bald auch zum Trend im Hörsaal?

Die Fintechs krempelt gerade die Bankenbranche um – und das Thema macht nun auch vor der Ausbildung nicht mehr halt: Ab dem kommenden Wintersemester wird deutschlandweit der erste duale BWL-Studiengang mit einer Vertiefung unter dem Titel „Digital Innovation and Fintech“ angeboten.

Die Frankfurt School of Finance and Management hat auf Initiative der Fintech Group AG, die unter anderem die biw Bank und den Online-Broker-Vergleich Flatex betreibt, das bestehende Studienangebot ausgebaut. Der Fintech-Partner schafft damit 20 Studenten einen Platz und übernimmt die Hälfte der Studiengebühren von rund 6.500 Euro pro Jahr, sagt Konzernsprecher Roman Keßler im Gespräch mit Gründerszene.

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„Wir suchen gezielt nach Studienbewerbern mit einem unternehmerischen Interesse für die Schnittstellen Bankwesen, Programmierung und Marketing“, sagt Keßler. Geplant seien unter anderem Gastvorträge und später auch Seminare von Fachleuten aus der IT- und Bankenbranche. Die Vertiefung soll auch Einblicke in die App-Entwicklung und Datenanalyse bieten. Das Angebot ist dabei ausdrücklich an künftige Gründer gerichtet. Der BWL-Studiengang werde aber weiterhin vorwiegend durch Dozenten und Professoren der privaten Wirtschaftsuni organisiert, betont Angelika Werner, Pressesprecherin der Hochschule.

Die Hochschule möchte nun weitere Partner für den neuen Studienschwerpunkt gewinnen. „Wir sind zuversichtlich, dass sich weitere Unternehmen engagieren wollen“, sagt Werner. Die britische Open University bietet seit dem vergangenen Jahr einen vergleichbaren Fintech-Schwerpunkt mit Kooperationspartnern an, wobei sich das Angebot an Führungskräfte richtet. Für den Frankfurter Studiengang können sich Anwärter mit einer Hochschulreife noch bis zum 30. Juni bewerben. Da es sich um ein duales Studium handelt, müssen angehende Studierende zudem eine Stelle – etwa in einem Trainee-Programm – vorweisen können.

Bild: Getty Images / JEAN-PIERRE CLATOT