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Fokus auf Schwellenländer

Nicht einmal ein Jahr nach dem die Geldversende-Plattform Worldremit in einer Serie-A-Finanzierungsrunde um 40 Millionen US-Dollar aufstockte, folgt jetzt eine weitere Finanzspritze im Wert von 100 Millionen US-Dollar. Der US-amerikanische VC Technology Crossover Ventures führte die Runde, an der sich auch Altinvestor Accel Partners beteiligte, an. An der Finanzierung im vergangenen März beteiligte sich auch der deutsche VC Project A Ventures.

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Worldremit ist eine Onlineplattform, die das Verschicken von Geld im Browser oder per Handy ermöglicht. Das Geld kann entweder an ein Bankkonto, Bargeld-Abholstellen wie Western Union oder an mobile Geldbörsen verschickt werden. Nach eigenen Angaben liegt der Kundenfokus auf Migranten, die Gelder in ihre Heimatländer schicken wollen. Gegründet wurde das Startup 2010 von dem ehemaligen UN-Berater Ismail Ahmed.

Bisher können Nutzer aus 50 Ländern Geld verschicken, Empfänger aus bis zu 117 Ländern können es empfangen. Worldremit will mit der Finanzierung weiter expandieren und peilt die Zusammenarbeit mit weiteren Telekommunikationskonzernen in Afrika, Lateinamerika und Asien an. Nach eigenen Angaben finden in Afrika mehr als die Hälfte aller Worldremit-Transaktionen via Smartphone oder Guthaben-Übertragung („Airtime Top-Up“) statt. Bei einem sogenannten Airtime Top-Up können die verschickten und im Voraus bezahlten Freiminuten unter anderem bei lokalen Händlern gegen Bargeld eingetauscht werden.

Worldremit ist bereits im vergangenen Jahr kräftig gewachsen: Anfang 2014 arbeiteten noch 40 Mitarbeiter in dem in London sitzenden Startup. Mittlerweile sind es 150. Im Dezember eröffnete Worldremit auch eine Niederlassung in Denver, USA. Dort sollen laut Unternehmen bald bis zu 200 Mitarbeiter eingestellt werden. Auch das ebenfalls aus London kommende Geldtransfer-Startup Transferwise plant, sich in den USA niederzulassen: Im Januar sammelte das Unternehmen unter anderem für die Expansion in die USA und nach Deutschland 58 Millionen US-Dollar ein.

Bild: © panthermedia.net / Zdeněk Malý