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Die Fitrate-Gründer Vahid Imani und Jörg Lehmeier (von links)

 

Die Kunden von Fitrate haben zwei Dinge gemeinsam: Sie bewegen sich gerne. Und sie wollen sich nicht auf eine Sportart oder ein Fitnessstudio festlegen. Das Münchner Startup bietet ihnen einen Flatrate für verschiedene Sportkurse an. Die Kurse decken mehr als 35 Sportarten ab – von Aerobic über Yoga-Kurse bis Schwimmen. Und sie sind im Moment in drei Städten zu buchen: in München, Nürnberg und Augsburg. Dort arbeitet das Startup nach eigenen Angaben mit rund 240 inhabergeführten Studios zusammen.

Die Kunden zahlen dafür monatlich zwischen 33 und 99 Euro – je nachdem, wie oft sie das Angebot nutzen wollen. Im Gegensatz zu vielen anderen Mitgliedschaften im Fitnessbereich ist die des Startups monatlich kündbar. Fitrate wurde im Mai vergangenen Jahres von Vahid Imani und Jörg Lehmeier gegründet, ursprünglich unter dem Namen Mysportclub. Derzeit arbeiten neun Menschen im Team in München.

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Jetzt haben die beiden Gründer in einer Seed-Finanzierung einen höheren sechsstelligen Betrag eingesammelt. Als Lead-Investor hat sich Proyecta Ventures beteiligt, das unter anderem auch an dem Mobility-Startup Unu beteiligt ist. Mit dem frischen Kapital will Fitrate nun in andere deutsche Städte expandieren. Der Launch in Köln und Stuttgart stehe demnach kurz bevor, sagt ein Firmensprecher auf Anfrage von Gründerszene. Und auch Hamburg und Frankfurt am Main seien als weitere Standorte geplant, weitere deutsche Städte sollen folgen. Außerdem entwickele das Startup gerade eine App, die im Januar auf den Markt kommen soll.

Bundesweit muss sich Fitrate allerdings auf einige Konkurrenz einstellen. Das Berliner Wellness-Startup Somuchmore bietet ein ähnliches Angebot wie die Münchner an und vermittelt Kurse für Yoga, Pilates und Fitness im Monatsabo. Gegründet wurde das Startup im Dezember 2014, nur kurz darauf übernahm es Rocket Internet in sein Firmenimperium. Zur Zeit ist Somuchmore in vier deutschen Städten aktiv: in Berlin, München, Hamburg und Stuttgart.

Und auch junge Unternehmen wie Daytraining, Urban Sports Club und Gymentry versuchen, Kunden durch ein großes Angebot mit vielen Fitnessstudios und flexiblen Buchungsmöglichkeiten für sich zu gewinnen.

Wie das auf breiter Fläche funktioniert, macht das US-Vorbild Classpass vor. Es verspricht seinen Nutzern mit nur einer Karte Zugang zu allen auf der Plattform gelisteten Fitness- und Wellness-Angeboten und ist in über 30 Städten in den USA, Australien und England aktiv.

Bild: Fitrate