Privatpilot

Übers Wochenende von Berlin nach Lugano. Ohne Zug, Bus oder Auto. Sogar ohne Linienflug? Ja, darf es dann vielleicht gleich das Privatflugzeug sein? Warum eigentlich nicht. Das passende Portal stellen zwei Leipziger Gründer seit Anfang Juli – und heben das Shareconomy-Prinzip damit wortwörtlich auf die nächste Ebene. Flyt.club nennt sich die Seite von Peter Nürnberger und Kim Becker. Hier sollen Privatpiloten ihre Flüge feilbieten, vom Rundflug übers Ruhrgebiet bis zum Kurztrip nach Schottland. Los geht es häufig von Provinzflugplätzen. Praktisch, wenn man vom Land nicht erst zum nächsten großen Airport fahren muss.

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Die Preise: überraschend erschwinglich. Für ausgefallene Routen und eine vergleichsweise intime Atmosphäre an Bord tatsächlich sehr fair. Grund dafür ist die Beschränkung auf sogenannte Selbstkostenflüge. Aus Mitfliegern dürfen die Piloten demnach keinen Profit schlagen, nur direkte Betriebskosten und Landegebühren auf sie abwälzen. Man erinnere sich an die UberPop- und Wundercar-Debatte.

Knapp über 30 Angebote haben Piloten auf der Flugbörse bislang eingestellt. Jeder von ihnen kann sich auf der Seite kurz vorstellen. Kennenlernen können sich Flieger und Reiselustige außerdem über einen integrierten Chat. Flyt.club erhebt eine Provision in Höhe von zehn Prozent des Ticketpreises, mindestens aber fünf Euro, die vom Mitflieger zu tragen sind.

Aus eins mach drei: Ab jetzt stellen wir Euch spannende Neuentdeckungen aus der Startup-Welt an jedem Montag, Mittwoch und Freitag vor. Ihr kennt coole Startups, Apps oder Seiten, von denen die Welt erfahren sollte? Dann lasst es uns wissen! 

Bild: © panthermedia.net /Jaromà r Chalabala