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Die drei Gründer von Freeletics: Andrej Matijczak, Mehmet Yilmaz und Joshua Cornelius (von links)

Wer Freeletics in München besucht, fühlt sich eher wie in einem Fitnessstudio als in einem Büro. Laufbänder, Hantelbanken und eine große Fläche für Sport-Übungen gibt es hier – daneben arbeiten die Mitarbeiter an Stehtischen, auf schwarzen Sofas oder in verglasten Meetingräumen. Zweimal die Woche bietet das Startup, das mit seiner Fitness-App erfolgreich ist, Sportkurse für sein Team an.

Im Münchner Büro arbeiten mittlerweile rund 130 Angestellte. Zusätzlich hatte das Startup vergangenen Sommer zehn bis 15 Mitarbeiter in Berlin eingestellt. Sie waren zuständig für die neue Gym-App von Freeletics, die Nutzern Übungen für das Fitnessstudio vorschlägt. Seine Arbeitsplätze hatte das Team in dem Berliner Co-Workingspace Factory. Ein Standort in der Hauptstadt lag für Freeletics nahe: Man wollte in der Startup-Metropole präsent sein und für Entwickler attraktiver werden. Mitgründer Joshua Cornelius, der die Gym-App anfangs auf den Weg brachte, lebt außerdem in Berlin.

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Doch nun hat Freeletics das Berliner Büro nach rund einem Jahr wieder geschlossen. Der Grund: Man wolle mehr Teamgeist und Effizienz an einem Standort. „Damit unsere Produktteams künftig enger und direkter an unserer Vision, jeden Menschen zur besten Version seiner selbst zu machen, zusammenarbeiten können, bündeln wir nach der erfolgreichen Inkubation von Freeletics Gym unsere Ressourcen am Münchener Headquarter“, heißt es von dem Startup. Allen Berliner Mitarbeitern sei eine Stelle in München angeboten worden, die meisten würden wechseln.

Das Trainingsprogramm von Freeletics, das auf Übungen mit dem eigenen Körpergewicht basiert, hat Fans auf der ganzen Welt. In Facebook-Gruppen verabreden sich Sportler, um gemeinsam zu trainieren. Die Freeletics-Gruppe in München hat beispielsweise mehr als 12.000 Mitglieder, die Gruppe in Paris sogar rund 22.000. Das Startup verdient sein Geld mit einem Freemium-Modell: Einige Workouts sind in der App gratis, der Coach und weitere Übungen können gegen Bezahlung abonniert werden. Im Herbst 2015 brachte das Startup zudem eine eigene Kollektion für Sportkleidung auf den Markt. Freeletics hat außerdem in den vergangenen Monaten neben der App „Freeletics Gym“, die in Berlin entwickelt wurde, die Apps „Freeletics Running“ und „Freeletics Nutrition“ veröffentlicht.

Den drei Gründern gehört Freeletics noch heute, bisher haben Joshua Cornelius, Mehmet Yilmaz und Andrej Matijczak keine Anteile an Investoren abgegeben. Die Geschäftsführung übergaben sie vor einiger Zeit an Daniel Sobhani.

Bild: Freeletics