"frooggies" (v.l.): Philippe Nissl, Sarah Nissl-Elkuch, Patrick Elkuch

Die drei Frooggies-Gründer Philippe Nissl, Sarah Nissl-Elkuch, Patrick Elkuch (von links).

Ihr Produkt ist denkbar einfach: Frooggies verkauft gefriergetrocknete Früchte als Pulver, ohne Zusätze. Mit einem Schluck Wasser sollen ein paar Löffel davon zu einem cremigen Smoothie werden. Damit suchten sie in der aktuellen Folge von „Die Höhle der Löwen“ nach einem Investor.

Auf die Idee für ihr Pulver kamen Sarah Nissl-Elkuch, Philippe Nissl und Patrick Elkuch nach einem Brasilien-Aufenthalt, erzählen sie in der Show. Dort hätten sie jeden Tag frische Säfte getrunken. Zurück in Liechtenstein wollten sie das weiter tun, haben aber feststellen müssen, dass die Herstellung zu kompliziert sei. Die Früchte seien zu schnell faul geworden, so Gründerin Sarah. Deshalb entwickelten sie die Fruchtpulver, die haltbar sind. Sie kündigten ihre bisherigen Jobs bei einer Bank und gründeten eine Firma.

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Füllt Magen und Geldbeutel des Investors.

Ihr Produkt ist aber nicht nur schmackhaft, sondern auch leicht kopierbar, was den Löwen in der Sendung sofort auffiel.

Nacheinander stiegen sie aus, nur Jochen Schweizer wollte in das Familienunternehmen aus Liechtenstein investieren und 40.000 Euro für zehn Prozent der Anteile geben – unter einer Bedingung: Er wollte mit den Gründern einen speziellen Eiweisshake herstellen. Und sein Gesicht sollte auf der Packung sein.

Hier erzählen die Gründer, wie es nach der Sendung für sie weiterging.

Viele Deals bei DHDL scheitern bei der weiteren Firmenprüfung – kam eurer wirklich zustande?

Philippe: Ja, wir wollten den Deal unbedingt und hätten Jochen Schweizer sogar eine höhere Beteiligung an dem Protein-Power-Shake angeboten. Aber das schlug er ja schon in der Show aus, was wirklich fair von ihm war.

Sarah: Wir telefonieren jede Woche mit Jochen oder seinem Team. Er hat uns auch den Kontakt zu anderen seiner Startups hergestellt.

Patrick: Dadurch haben wir von der Erfahrungen der Teilnehmer aus Staffel 1 und 2 profitieren können. Das half uns, die Dimensionen des Auftrittes besser abzuschätzen.

Die von euch geforderten 40.000 Euro sind ja nicht sonderlich viel für ein Investment.

Patrick: Wir wollten eine realistische Firmenbewertung abgeben. Außerdem wollten wir einen Partner, der uns mit seiner Erfahrung, seinen Kontakten und seinem Team weiterhilft. Das ist uns viel mehr wert als ein reines Investment.

Philippe: Der Protein-Power-Shake passt einfach zu Jochen, er verkörpert ja diesen gesunden Lebensstil und diese Abenteurer-Mentalität. Wir sind stolz darauf, dass er mit seinem Namen für das Produkt werben will.

Was war das Netteste, das die Löwen zu euch in der Show gesagt haben?

Patrick: Toll war, dass sie alle von der Qualität von Frooggies überzeugt waren. Unsere Kreationen haben ihnen geschmeckt und das hat uns gefreut. Wir haben nämlich alles selbst hergestellt. Sarah hat die Cupcakes gebacken, Philippe hat die Smoothies gemischt. Es wäre schrecklich gewesen, wenn sie die nicht gemocht hätten.

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Und was war das Kritischste?

Sarah: Da sich unser Produkt nicht patentieren lässt und ein Löwe bereits in einem ähnlichen Bereich investiert ist, war die Kopierbarkeit von Frooggies ein relativ schwieriges Thema.

Das wusstet ihr doch vorher, oder?

Sarah: Wir haben damit gerechnet. Deshalb ist uns ja auch wichtig zu sagen, dass wir uns vor allem durch unser Sortiment unterscheiden. Bei uns gibt es derzeit nur Obst, das die Allgemeinheit kennt, komplett ohne Zusätze. Im Moment haben wir sechs verschiedene Pulver im Angebot. Man kann sie in Flüssigkeit, Joghurt oder Müsli mischen – und auch untereinander. Das unterscheidet uns von der Konkurrenz.

Patrick: Dazu kommt nun der Protein-Power-Shake, den wir mit Jochen zusammen kreiert haben. Er besteht aus einem hochwertigen Molkenprotein, kombiniert mit unseren Fruchtpulvern, Guarana und Aroniabeere. Die hochwertigen Zutaten in Verbindung mit der Marke sind ein Unikat.

In der Show sagtet ihr, dass ihr keine Superfood-Pulver wie andere Hersteller machen wollt – jetzt ist der Jochen-Shake aber genau so eine Mischung. Aronia und Guarana gelten für viele als Superfood.

Philippe: Wir haben uns da ganz an Jochens Geschmack gehalten. Es war der Zusatzdeal zum Investment, dass wir den Shake zusammen machen. Jochen wollte einen Eiweiß-Shake, den er unterwegs trinken kann, wenn er Hunger hat, der gesund ist und satt macht. Der Shake passt gut zu Frooggies, da wir auch hier nur hochwertige Zutaten verwenden.

Über welche Kanäle vertreibt ihr ihn?

Patrick: Vorerst gibt es ihn vor allem in unserem Onlineshop sowie in über 40 Jochen Schweizer-Shops. Zehn Portionen sollen 24,99 Euro kosten. Wir sind gerade dabei, unser Händlernetzwerk auszubauen.

Seid ihr mittlerweile profitabel?

Philippe: Unsere Umsätze sind stetig gestiegen – und weit höher als wir erwartet haben. Die genaue Zahl kommunizieren wir nicht. Aber wir glauben, dass wir den Break Even noch in diesem Jahr erreichen können.

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Ihr seid alle miteinander verwandt und verschwägert. Was ist der Vorteil, in einem Familienunternehmen zu arbeiten?

Patrick: Wenn ich morgens ins Büro komme, braucht mich Sarah nur anzuschauen und ich weiß, wie die Stimmung ist.

Sarah: Man kennt sich einfach sehr sehr gut, mit allen Stärken und Schwächen. Außerdem ist man ehrlich und direkt und steckt eine Menge Energie in das Unternehmen. Die Firma ist unser Baby.

Und der Nachteil?

Patrick: Ganz klar: Man nimmt die Arbeit mit nach Hause.

Danke für das Interview!

Bild: Vox