Foto: Chris Marxen | www.Headshots-Berlin.de

Mit Kitsch verbindet man Dinge wie Gartenzwerge, Porzellanfiguren oder Plüschtiere. Er ist bunt, auffällig, manchmal kultig und absolut Geschmackssache. Millionen Menschen dekorieren damit ihre Wohnungen.

Ein Leipziger Startup verkauft unter dem Namen Schmuck-Elfe Accessoires, die opulent wirken. Man könnte sie auch verspielt nennen. Oder eben kitschig. Seit drei Jahren gibt es das Unternehmen bereits. Heute hat es nach eigenen Angaben rund 55.000 Kunden aus verschiedenen Ländern.

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Der Gründer will namentlich nicht genannt werden, auch wenn er über das Impressum der Webseite leicht zu identifizieren ist. Sein Alter, die Mitarbeiterzahl und den Jahresumsatz seiner Firma will er ebenfalls gedruckt lieber nicht sehen. Das sei zu persönlich, findet er. Und: Er redet lieber vom Team als von seiner Person.

Auch was die Macher motiviert, soll vage bleiben. So viel wird verraten: Den Schmuck lässt das Unternehmen bei Anbietern auf verschiedenen Kontinenten herstellen. Es sind Eigenkreationen, und offenbar wird dabei Wert auf besonders verspielte Ware gelegt. In dem Shop gibt es beispielsweise Ringe in Engelflügels-Form, Armreifen mit ineinandergeschlungenen Herzen und Glitzereulen-Ohrringe. Alles, Hauptsache nicht schlicht.

12 – SCHMUCK-ELFE

Wachstumsrate: 477%
Gründungsjahr: 2013
Firmensitz: Leipzig
Branche: E-Commerce
Webseite: www.schmuck-elfe.de

Mit einer Lasermaschine können sich Kunden Namen, Schriftzüge oder Fotos in die Schmuckstücke eingravieren lassen. „Damit unterscheiden wir uns von der Konkurrenz”, so der Gründer. Einen großen Teil des Schmucks verkauft das Team über den Webshop. Und auch mit einigen Juwelieren vor Ort arbeitet es zusammen und vertreibt seine Ware über sie.

„Schmuck ist ein haptisches Gut”, sagt der Gründer. Die Kunden wollten die Ware anfassen und beispielsweise schauen, wie groß sie an ihnen aussieht. Deshalb hat das Startup eigene Ladengeschäfte in Metropolen angedacht. Konkrete Pläne dazu gebe es bereits, erzählt der Gründer. Welche? Auch das will er lieber nicht verraten.

Bild: Chris Marxen