In diesen 3 Startup-Abteilungen ist Vorsicht geboten - Hiscox

Wenn kleine Fehler großes Geld kosten

Jeder Angestellte kennt sie: die vermeintlich kleinen Fehler, die dann aber doch einen Rattenschwanz an Problemen hinter sich herziehen, denen man alleine nicht gewachsen ist. In eingespielten Teams lassen sich Schwierigkeiten meist noch mit vereinter Kraft bewältigen. Doch wenn sich die Ausmaße des Fauxpas überschlagen, müssen Unternehmen oft tief in die Tasche greifen, um Fehler auszumerzen.

In welchen Abteilungen können selbst die kleinsten Fehler zu schwerwiegenden Folgen führen?

1. Risikoherd IT

Die IT ist das Herz vieler Startups – und gleichzeitig ihre Achillessehne. Einige Unternehmen lagern ihren IT-Bereich an Freelancer aus – das macht die Angelegenheit aber nicht weniger riskant. IT-Fachkräfte, egal ob festangestellt oder freiberuflich, sind oft enormem Druck ausgesetzt: Ungenaue Specs und eng getaktete Projekte tragen dazu bei, dass Zeit in der IT zur Mangelware gehört. Kommt dazu noch ein komplizierter Bug oder gar ein Hacker-Angriff, geraten IT-Abteilungen ins Schwanken.

Laut IT-Versicherungsanbieter Hiscox betreffen knapp ein Drittel der Schadenfälle Datenverluste und Hacking. Der Verlust von Kundendaten durch Angriffe ins CRM-System und damit einhergehende Klagen können schnell das vorzeitige Aus für Startups bedeuten. Nicht zu unterschätzen sind außerdem Sachschäden an der Hardware: Kaffeegetränkte Tastaturen oder abhanden gekommene Laptops gehören für IT-Abteilungen leider fast zum Tagesgeschäft.

2. Logistik: Komplex und unberechenbar

Kein Segment hat sich in den letzten Jahren so rasant entwickelt wie der E-Commerce. Täglich werden Unmengen an Bestellungen aufgegeben und abgewickelt – eine logistische Höchstleistung für Onlineshops. Jedes Produkt muss eine Vielzahl von Prozessen durchlaufen, damit es seinen Bestimmungsort erreicht. Doch: Diese Komplexität wird oft unterschätzt.

Die Logistikabteilung eines jungen Onlineshops muss sich mit Lieferanten und Kunden auseinandersetzen – hier liegen Fehlerquellen, die nur schwer zu beeinflussen sind. Das häufigste und schwerwiegendste Versagen ist eine unzuverlässige Lieferung: Fehlerhafte Produkte sowie beschädigte oder unvollständige Pakete führen bei Kunden zu Vertrauensverlust – schlimmstenfalls sogar zum Anbieterwechsel, denn eine Alternative ist schnell gefunden. Was ärgerlich für den Kunden ist, kostet dem Unternehmen bares Geld.

Der E-Commerce generell ist ein heißes Pflaster: Neben Risiken in der Logistikabteilung lauern hier auch markenrechtliche und datenschutzbezogene Gefahren. Fälschlich ausgezeichnete Produkte oder ein unvollständiges Impressum sind zwei häufige Fehler, vor denen Onlineshops sich unbedingt absichern sollten.

3. Marketing – heikler als gedacht

Zu viele Gründer stecken alle Mühen in ihr Produkt – und denken zu spät über die Marketingstrategie nach. Die Folge? Überstürzt wird ein Marketingteam zusammengestellt, das das Produkt möglichst schnell an den Mann bringen soll. Die weit verbreitete, fälschliche Annahme, jeder könne Marketing betreiben, führt außerdem dazu, dass oftmals unerfahrene Marketer an ihren Aufgaben scheitern.

Besonders gefährlich und folgenreich im Marketing ist ein Lizenzverstoß. Sich unerlaubt an Bild-, Text- oder Musikmaterial zu bedienen, bleibt nur im Glücksfall ungeahndet. Eine Klage wegen Lizenzverstoß kann sich leicht auf einen Betrag im fünfstelligen Bereich belaufen – eine untragbare Summe für Startups. Überforderung und Zeitdruck begünstigen zudem Flüchtigkeitsfehler: Ein kleiner Fehler im Text oder ein Zahlendreher sind nicht so schlimm? Wenn diese ausgerechnet auf dem bereits gedruckten Flyer mit einer Auflage von 5.000 Stück sind, können auch diese vermeintlich harmlosen Fehler Startups in ein tiefes Finanzloch reißen.

Vertrauen ist gut, Versicherung ist besser

Auch die verlässlichsten und effizientesten Mitarbeiter geraten manchmal in die Bredouille und machen Fehler – im schlimmsten Fall sogar so schwerwiegend, dass Kunden Haftpflichtansprüche stellen. Obwohl eine Haftpflichtversicherung in jedem Privathaushalt ein absolutes Muss ist, halten viele Unternehmen sie nicht für notwendig – was verheerende Folgen haben kann.

Die daraus resultierenden Schadenersatzansprüche und Rechtsstreitigkeiten können zu erheblichen, teils existenzbedrohenden finanziellen Belastungen für junge Unternehmen führen. Deswegen ist es für Startups unumgänglich, sich abzusichern.

Eine gesunde Fehlerkultur

Fürs Erste sollte ein Arbeitsumfeld geschaffen werden, in dem es toleriert ist, Fehler zu machen und sich diese einzugestehen. Sollte es dann doch einmal zu einem unlösbaren Problem kommen, ist die Berufshaftpflichtversicherung oft der letzte, rettende Rückhalt. Für einige beratende Berufe und Dienstleister besteht eine gesetzliche Pflicht zur Berufshaftpflichtversicherung, für andere ist sie dringend zu empfehlen.

Den Druck reduzieren und Vertrauen schaffen

Neben finanzieller Absicherung spielt auch der emotionale Faktor bei einer Versicherung eine große Rolle. Angestellte, denen bei Fehlern die Kündigung droht, stehen unter großem Druck, was wiederum zu Unkonzentriertheit führen kann. Diejenigen, die eine tolerante Arbeitsatmosphäre genießen und darüber hinaus auf die finanzielle und rechtliche Absicherung des Unternehmens zählen können, erbringen bessere Leistungen.

Wenn es zum Schadenfall kommt – auf der sicheren Seite mit Hiscox

Der Versicherungsanbieter Hiscox spezialisiert sich auf maßgeschneiderten Schutz für kleine und mittlere Unternehmen und kann auf jahrzehntelange Erfahrung mit individuell abgestimmten Versicherungen zurückblicken. Im Produktangebot inbegriffen sind neben einer All-Risk-Deckung für sämtliche IT-spezifische Risiken umfassender Schutz bei verzögerter Leistungserbringung oder Lizenzverstoßen. Auch Onlineshops können sich absichern, zum Beispiel bei Verlust oder Beschädigung von Waren beim Versand oder Markenrechtsverletzung. Dank eines modularen Systems können sich Interessenten ihr Versicherungspaket nach Bedarf zusammenstellen.

Gründer können hier ein unverbindliches Angebot einholen.

 

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