Die Gefahren der Medienbranche - Hiscox

Redakteure, Blogger, YouTuber – Medienschaffende leben gefährlich

Heute einen Sachartikel, morgen ein Interview und übermorgen ein Kommentar: Abwechselnd sachliche Fakten, menschliches Einfühlungsvermögen und unterhaltende Inhalte zu liefern, ist der Job vieler Medienschaffender. Der Beruf ist zwar vielseitig, aber auch enorm fordernd – und schnell können kleine unbeabsichtigte Versehen schwere Konsequenzen mit sich führen.

Kurz vor Redaktionsschluss noch kein passendes Artikelbild zur Hand? Zu wenig Zeit für die Recherche zu einem komplexen Thema? Noch schnell ein Zitat kopiert, um den Post lebhafter zu gestalten? Diese und viele andere Stresssituationen können dazu beitragen, dass es zu Urheberrechtsverletzungen, unsauberen Fakten oder Falschdarstellungen kommt – und wenn diese erst einmal an die Öffentlichkeit geraten, ist es schwierig bis unmöglich, sie wieder geradezubiegen.

Grundsätzlich sei es deswegen jedem, der in der Medienbranche arbeitet, ans Herz gelegt, sich ausführlich mit Lizenzierungen, Presserecht & Co. auseinanderzusetzen. Nicht nur aus Reputationsgründen – auch seinem Geldbeutel zuliebe.

Im Folgenden werden Beispiele aufgeführt, die nur einen Bruchteil der Gefahren für Medienschaffende näher erläutern.

1. Vorsicht bei fremden Inhalten

Viele Marketeers, Blogger und Redakteure sind ständig auf der Suche nach hübschem Bild- oder Videomaterial, mit dem man den Facebook Post oder den Artikel garnieren kann. In puncto Lizenzbedingungen sind sich viele Nutzer aber unsicher – und das ist begründet. Manche Fotos dürfen nach Lizenzierung auf der eigenen Website verwendet werden, aber nicht bei Facebook. Bei anderen Lizenzmodellen ist es wiederum kein Problem. Wichtig ist, sich Klarheit zu verschaffen, denn widerrechtlich benutzte Bilder sind quasi der Freifahrschein zur Abmahnung.

Verletzungen von Urheber- und Lizenzrechten sind die häufigsten Vergehen in der digitalen Medienwelt und führen schnell zu hohen Schadensersatzansprüchen. Diese können Summen erreichen, die für die Betroffenen existenzbedrohend sind.

Wenn es also zur Abmahnung kommt, sollten Medienschaffende gut abgesichert sein – denn sonst kann einem dieser Fauxpas zum finanziellen Verhängnis werden.

2. Deine Inhalte – deine Verantwortung

Nicht nur eigenhändig veröffentlichtes Material kann zum Verhängnis werden. Angenommen, in den Kommentarfeldern wird eine heftige Debatte ausgetragen, bei der eine nicht involvierte Person beleidigt oder anderweitig in ihren Rechten verletzt wird: Hier muss der Websitebetreiber oder Blog-Moderator handeln und dem Einhalt gebieten, indem er die Kommentare löscht oder den verantwortlichen Nutzer blockiert. Tut er das nicht, kann der beschädigte Dritte Ansprüche stellen.

Ähnlich verhält es sich mit Verlinkungen. Schon das Setzen eines Links auf einen im Internet veröffentlichten Inhalt kann eine Urheberrechtsverletzung darstellen. Obwohl man keinen direkten Einfluss auf die Inhalte anderer Seiten hat, macht man sich strafbar, wenn man auf rechtswidrige Inhalte verlinkt, zum Beispiel auf illegal veröffentlichtes Material. Dieser Fall ist ganz besonders verzwickt, denn wer checkt schon seine externen Links jeden Tag, um sicherzugehen, dass die Inhalte noch legal sind? Hier hilft es, sich ein wasserdichtes Impressum anzulegen, in dem eine Haftungsbeschränkung für externe Links angegeben ist. Vorab sollte man aber trotzdem die Rechtmäßigkeit verlinkter Inhalte prüfen.

Blogger, freie Journalisten & Co. sollten unbedingt auf Nummer Sicher gehen und eine Versicherung abschließen, die für mögliche Schadenfälle aufkommt.

3. Noch Kritik oder schon Beleidigung?

Darüber, was freie Meinungsäußerung beinhaltet, lässt sich bekanntlich streiten. Ob eine Anmerkung konstruktive Kritik ist oder doch schon beleidigende Töne annimmt, verhält sich von Fall zu Fall unterschiedlich.

Mit der richtigen Tonalität sollten sich vor allem Review-Blogger auseinandersetzen: Wer Produkte testet und sie für absolut miserabel befindet, muss sich überlegen, wie er das gut verpackt. Ist der Hersteller mit der Berichterstattung nicht einverstanden und fürchtet eine Rufschädigung, kommt die Abmahnung frei Haus – inklusive oftmals horrender Schadenersatzforderungen.

Wer also mit kritischen Inhalten zu tun hat und sich gerne mal etwas weiter aus dem Fenster lehnt, sollte sich mit den Vorteilen einer Berufshaftpflichtversicherung auseinandersetzen.

Und wenn doch eine Abmahnung im Postfach landet?

Was tun, wenn trotz gewissenhafter Arbeit eine Abmahnung eintrifft? Der Versicherungsanbieter Hiscox bietet seit neuestem mit der Journalisten & Blogger-Berufshaftpflicht Versicherungskonzepte speziell für freie Medienschaffende an. Journalisten, Blogger, YouTuber, Redakteure und Marketeers können sich damit hinsichtlich verschiedener berufsspezifischer Gefahren absichern:

  • Verletzung von Schutz- und Urheberrechten
  • Verletzung von Persönlichkeits- und Lizenzrechten
  • Gesetzliche und vertragliche Leistungspflichten, wie zum Beispiel entgangener Gewinn oder vergebliche Aufwendungen
  • Obhutsschäden an gemietetem Equipment / Sublimit 50.000 Euro in den ersten sechs Monaten (optional bei Verlängerung)
  • Verletzung von Geheimhaltungspflichten (optional)

Hiscox blickt auf langjährige Erfahrung bei der Versicherung von Gründern, Freiberuflern und Unternehmen zurück. Deshalb gibt es bei Hiscox keine Standard-Versicherungen, sondern spezielle, modular aufgebaute Lösungen für verschiedene Tätigkeiten, Betriebsgrößen und den gewünschten Deckungsumfang. Für Medienschaffende sind demnach alle berufstypischen Tätigkeiten, die sie täglich erledigen, unter Allrisk-Bedingungen zusammengefasst und versichert.

Zu Hiscoxs Maßnahmen für die Medienbranche gehört nicht nur die Abwicklung berechtigter Schadenersatzansprüche, sondern auch die Abwehr unberechtigter Ansprüche gegen Journalisten, Blogger und andere Medienschaffende. Das bedeutet, dass bei strafrechtlicher Verfolgung auch erforderliche Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten übernommen werden.

Und: Im Gegensatz zu Standard-Versicherungspaketen werden bei Hiscox auch Folgeschäden und vertragliche Haftpflichtansprüche an Journalisten gedeckt. Sogar rückwirkend kann noch ein Vertrag abgeschlossen werden, der Medienschaffende vor horrenden Schadenersatzansprüchen bewahrt.

Interessenten können sich hier informieren und ein unverbindliches Angebot einholen.

 

Artikelbild: https://pexels.com/