Will seinem Unternehmen als Berater erhalten bleiben: Glossybox-Gründer Charles von Abercron

Er gründete Glossybox und begleitete das Beauty-Boxen-Startup durch turbulente Zeiten. Nun bekommt Charles von Abercron eine Nachfolgerin auf dem Posten des CEO: Künftig steht Caren Genthner-Kappesz an der Spitze des Berliner Unternehmens – von Abercron will seinem Startup als Berater verbunden bleiben.

Caren Genthner-Kappesz

Die „Neue“ kennt sich im Online-Geschäft gut aus: Fast ein Jahrzehnt verbrachte sie in unterschiedlichen Rollen bei Ebay: Im Produktmarketing, als General Manager Germany bei der Tochter Shopping.com oder als COO beim Ende 2010 übernommenen Shoppingclub Brands4Friends. Zuletzt arbeitete sie bei Kalahari.com/Takealot.com in Afrika. Wenn Genthner-Kappesz Anfang Januar antritt, will sie vor allem die Marke Glossybox weiterentwickeln, heißt es in einem Statement.

Das Berliner Startup hatte einen wichtigen Turnaround zu schaffen. Nachdem das 2011 gestartete und von Rocket Internet sowie dem schwedischen Investor Kinnevik finanzierte Unternehmen nach anfänglichem Wachstum bald mit Schwierigkeiten umzugehen hatte, wurde ab Ende 2013 ordentlich aufgeräumt: Mehrere Ländergesellschaften wurden dicht gemacht, die Anzahl der Mitarbeiter drastisch reduziert, alte Schulden bei den Kunden eingefordert – was obendrein noch einen Shitstorm heraufbeschwor.

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All das mit Erfolg, wie Firmenchef Charles von Abercron im Frühjahr gegenüber Gründerszene betonte: „Nach den Anstrengungen waren wir 2014 profitabel. Wir haben das Richtige gemacht“, resümierte der Glossybox-Gründer. Im ersten Quartal 2015 habe Glossybox für jeden Monat ein sechsstelliges Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen vorweisen können.

So sieht das Berliner Büro von Glossybox aus:

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Das neue Glossybox-Büro hat zwei große Flügel. Im vorderen Teil sitzt das Team für das globale Geschäft. Im hinteren Flügel sitzt das Deutschland-Team.

Bild: Glossybox