GmbH-Gründung: Was ist bei der Einzahlung des Stammkapitals zu beachten | firma.de

Die Gründung einer GmbH ist ein komplexer Prozess, bei welchem eine genaue Reihenfolge der einzelnen Schritte unbedingt einzuhalten ist. Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, ist es wichtig, sich über diese Schritte und die damit verbundenen Erfordernisse genau im Klaren zu sein und Notar- und Banktermin entsprechend vorzubereiten.

Alle Schritte rund um die Einzahlung des Stammkapitals:

1.) Notartermin

Ein Notar muss Ihre Gründungsunterlagen bzw. Ihre Satzung beurkunden. An diesem Termin müssen alle Gesellschafter sowie alle Geschäftsführer anwesend sein oder eine notariell beglaubigte Vollmacht vorweisen. Wurden alle Unterlagen beurkundet, ist die Gründung Ihrer Kapitalgesellschaft bzw. Ihrer GmbH notariell vollzogen.

Sie sollten sich unbedingt darüber im Klaren sein, dass jeder Gesellschafter von diesem Zeitpunkt an bis zur endgültigen Eintragung ins Handelsregister mit seinem Privatvermögen haftet. Die beschränkte Haftung der GmbH setzt erst mit der Eintragung ins Handelsregister ein.

2.) Banktermin

Mit den notariell beglaubigten Gründungsunterlagen müssen Sie zu einer Bank, um ein Konto zu eröffnen. Hier empfehlen wir unbedingt vorab einen Termin zu vereinbaren um nicht unnötig Zeit zu verlieren. Da die Gründungsunterlagen für diesen zwingend vorzuliegen haben, muss der Notartermin immer vor den Banktermin gelegt werden. Geschäftsbanken eröffnen Ihr Konto übrigens erst mehrere Tage später. Bei einer GmbH beträgt die einzuzahlende Summe 25.000 €, für eine ordnungsgemäße Gründung sind jedoch auch 12.500 € bereits ausreichend. Die noch fehlenden 12.500 € müssen allerdings jederzeit verfügbar sein, ansonsten haften die Gesellschafter anteilig in Höhe des Betrages des noch ausstehenden Stammkapitals bis dieses vollständig einbezahlt wurde. Überweisen Sie den Betrag auf das neu eröffnete GmbH-Konto, kann es wie bei jeder Überweisung üblich 2-3 Tage dauern, bis Ihnen ein Einzahlungsbeleg vorliegt. Beschleunigen können Sie diesen Vorgang, indem Sie das Geld bar einzahlen.

3.) Handelsregisteranmeldung über den Notar

In jedem Fall muss das Stammkapital in voller Höhe einbezahlt werden. Wie hoch dieses ist, muss aus der Satzung hervorgehen. Danach erhalten Sie einen Einzahlungsbeleg der Bank, den Sie an Ihren Notar senden. Erst wenn der Notar den Einzahlungsbeleg hat, wird er Ihre GmbH-Gründung elektronisch beim Registergericht beantragen. Nach neuester Rechtsprechung ist die Anmeldung theoretisch zwar auch ohne Beleg möglich, in der Praxis hat sich dieses Vorgehen aber bisher nicht durchgesetzt.

Die ideale Abstimmung von Notar-und Banktermin ist schwierig zu bewerkstelligen, eine Wartezeit von mehreren Tagen ist nicht unüblich.

Möchten Sie die Wartezeit auf den Banktermin beschleunigen, gründen Sie einfach mit einem der Pakete von firma.de. Bei firma.de wird Ihr Geschäftskonto so schnell wie möglich nach Ihrem Notartermin eröffnet. Diese ideale Abstimmung der beiden Termine ist bis heute ein Novum in Deutschland und nur dank einem prozess-optimierten System der Wiesbadener Gründungsexperten überhaupt erst möglich.

Warum ist es sinnvoll, die Wartezeit auf den Banktermin zu verkürzen?

Ab dem Zeitpunkt der Beurkundung Ihrer GmbH beim Notar ist Ihre Firmengründung vollzogen. Ab diesem Zeitpunkt haftet jeder Gesellschafter auch mit seinem Privatvermögen für ausstehende Forderungen an die GmbH. Erst mit der Eintragung im Handelsregister setzt die beschränkte Haftung der GmbH ein. Die Zeit bis zu besagter HR-Eintragung kann daher finanziell sehr gefährlich werden, wenn die Gesellschaft schon kurze Zeit nach Gründung Verbindlichkeiten zu begleichen hat und die Gesellschafter diese mit Ihrem Privatvermögen begleichen müssen. firma.de empfiehlt daher, nichts dem Zufall zu überlassen und die Eintragung schnellstmöglich vorzunehmen, mit einem GmbH-Gründungspaket auf firma.de.

Informieren Sie sich hier zu weiteren Schritten, die für die Gründung einer GmbH oder die Gründung einer UG (haftungsbeschränkt) notwendig sind.

Erfahren Sie hier in einem Fachartikel von Steuerberater Marek Schwiesau, wie Sie im Insolvenzfall viel Geld sparen können.