Kai und Christian Wawrzinek haben Goodgame Studios gestartet

Für 270 Millionen Euro geht Goodgame Studios an Stillfront, wie das schwedische Spiele-Unternehmen mitteilte und Deutsche Startups zuerst berichtete. Die bisherigen Eigentümer von Goodgame Studios erhalten etwa 40 Prozent der Anteile an Stillfront, teilte Goodgame mit. Wie Gameswirtschaft.de berichtet, soll sich der Kaufpreis aus 39 Millionen in bar und 231 Millionen Euro in Stillfront-Aktien zusammen setzen.

Die Übernahme und auch der Kaufpreis kommen überraschend, denn wirklich positive Nachrichten hatte Goodgame schon länger nicht mehr zu berichten.

Vor wenigen Tagen verkündete die Firma zwar, mit seinen Spiele-Titeln seit dem Start 2009 die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro geknackt zu haben. Jedoch ging der Umsatz zuletzt immer weiter zurück. Im Jahr 2014 lag er noch bei etwa 200 Millionen, wie Gameswirtschaft.de berichtete, sank dann immer weiter ab. In den ersten neun Monaten dieses Jahres lag er laut Stillfront nur noch bei 71,1 Millionen bei einem Gewinn vor Steuern von 22 Millionen. Auch die Bewertung sank entsprechend. Rocket Internet, das zuletzt noch Anteile an dem Unternehmen hielt, bewertete Goodgame einst mit 570 Millionen Euro, vor einem Jahr dann nur noch mit 56 Millionen.

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Und auch bei den Mitarbeitern musste Goodgame kürzen: 1.200 Menschen haben zu Hochzeiten für Goodgame Studios aus Hamburg gearbeitet. Zuletzt waren es nur noch etwa 235. Zum Übernahme-Zeitpunkt dürften es noch einmal weniger gewesen sein. Die gemeinsame Anzahl an Mitarbeitern von Stillfront und Goodgame beziffert das schwedische Unternehmen auf 390. Dazu gehören neben Goodgame noch acht weitere Spiele-Studios.

Das Hamburger Spielestudio wurde 2009 von den Brüdern Kai und Christian Wawrzinek gegründet und war mit Titeln wie „Big Farm“ oder „Empire: Four Kingdoms“ schnell zu einem der wichtigsten Player im deutschen und auch internationalen Markt aufgestiegen. Weitere Erfolgstitel wollten den Hamburgern allerdings nicht gelingen, so dass der Erfolg des Unternehmens fast ausschließlich auf diese beiden Titel gestützt war. 

Bild: Goodgame