lost my name

Die Gründer von Lost My Name kommen aus Großbritannien

Personalisierte Kinderbücher? Was nach einem Nischen-Produkt klingt, ist in Großbritannien ein Bestseller. Die Bücher mit dem Titel „Lost My Name“, die von dem gleichnamigen Startup entwickelt werden, zählen zu den meistverkauften Werken in Großbritannien. In Deutschland sind sie unter dem Titel „Ach, du schreck mein Name ist weg!“ erhältlich. Nach Angaben des Unternehmens wurde das personalisierte Buch bereits mehr als 1,5 Millionen mal in 170 Ländern verkauft. In Deutschland sollen bisher über 100.000 Exemplare über den Ladentisch gegangen sein.

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Das Prinzip des personalisierten Kinderbuchs ist einfach: Über die Webseite von Lostmy.name gibt der Kunde den Namen und das Geschlecht seines Kindes an und bestellt das Werk für derzeit etwa 27 Euro. Die gelieferte Kindergeschichte enthält dann eine auf Name und Geschlecht personalisierte Geschichte. Beispielsweise durchläuft die Hauptperson der Geschichte beim Namen „Anna“ ein Abenteuer, das hintereinander an den Buchstaben A, N, N und A aufgezogen ist. Das A steht beispielsweise für einen Adler, das N für einen Narwal.

An dem Mass-Customization-Startup aus Großbritannien hat sich jetzt ein bekannter deutscher Investor beteiligt: Project A Ventures. Die Berliner gaben vier Millionen Euro an die Lost-My-Name-Macher. Insgesamt zählt das Investment zu einer Zwölf-Millionen-Runde, an der weitere prominente Investoren beteiligt sind, darunter Google Ventures, Greycroft und Allen & Co. Den ersten Teil der Serie-A-Finanzierungsrunde über acht Millionen hatten die Gründer bereits im vergangenen Jahr eingesammelt.

„Wir unterstützen Lost My Name tatkräftig beim Aufbau einer soliden Infrastruktur in den Bereichen Performance Marketing/CRM und Business Intelligence“, kommentiert Florian Heinemann, Gründer- und Geschäftsführer bei Project A, die Zusammenarbeit zwischen VC und Verlag. So solle das internationale Wachstum vorangetrieben werden. Heinemann selbst wird im Zuge des Investments zudem Beiratsmitglied des britischen Unternehmens.

Die Firma mit Hauptsitz in London wurde 2012 von Asi Sharabi, David Cadji-Newby, Tal Oron und Pedro Serapicos gegründet. Lost My Name ist das erste Produkt des gleichnamigen Verlages. Das Folge-Projekt ist das Kinderbuch „The Incredible Intergalactic Journey Home“. Zudem arbeite das Unternehmen derzeit an einem personalisierten Poster, schreibt TechCrunch. International konkurriert das Unternehmen unter anderem mit der Firma Story Tailors aus Barcelona mit dem deutschsprachigen Buch „Die Magie meines Namens“ oder Framily aus Hamburg. Beide bieten ebenfalls personalisierte Kinderbücher an.

Bild: Lost My Name