Datenleck bei Groupon?

Der Couponing-Marktführer Groupon kommt einfach nicht zur Ruhe. Nachdem die erwarteten Wachstumsraten ausblieben, brach der Börsenkurs ein, Massenentlassungen folgten und die Debatte um die Unternehmenskultur war sowieso allgegenwärtig. Doch nun kämpft das US-Unternehmen mit ganz neuen Problemen: Seit mehreren Monaten kursieren Spam-Mails und sogar Trojaner, deren Urheber anscheinend Zugang zu sensiblen Groupon-Kundendaten haben.

Eine Masche der Betrüger waren beispielsweise gefälschte Abrechnungen, die den Groupon-Kunden geschickt wurden. Die vermeintliche Abrechnung im Anhang war sogar auf die jeweiligen Empfänger personalisiert – enthielt aber einen gefährlichen Trojaner. Zuvor waren bereits übliche Spam-Mails an die E-Mail Adressen gesendet worden, die bei Groupon hinterlegt waren.

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Groupon selbst hält sich zu dem Thema weitgehend bedeckt. Es wird weder bestätigt noch dementiert – glaubt man den offiziellen Aussagen der Groupon-Verantwortlichen, so haben diese momentan anscheinend selbst keine genaue Erklärung. Einerseits wird behauptet, dass es kein Datenleck oder Einbruch in Groupons Primärsystemen gab, andererseits würde dies ja implizieren, dass die Verursacher aus dem Umfeld Groupons beziehungsweise dessen Partner kommen. Vielleicht sollten die Verantwortlichen einfach mal bei der NSA anklopfen, die verfügen bestimmt über die ein oder andere aufklärende Info.