Gründerinnen-Studie

Jede zehnte ist Top-Gründerin

Jede zehnte Gründerin zählt laut Studie zu den sogenannnten Top-Gründerinnen. Zu diesem Ergebnis kommt die Münchener Hochschule für Medien und Kommunikation Macromedia in ihrem Werk „Deutschlands neue Unternehmerinnen“, das in Kooperation mit dem Frauenbeirat der HypoVereinsbank entstand.

Anzeige
Besagte zehn Prozent können mit dem erwirtschafteten Kapital laufende Ausgaben und Lebenshaltungskosten decken. Ihre Unternehmen machen Gewinne und wachsen. Laut Studien-Machern stehen sie in der Gründerinnen-Typologie ganz oben. Den Top-Gründerinnen fällt es im Gegensatz zu den restlichen Befragten leichter, Entscheidungen zu fällen. Außerdem schätzen sie sich selbst als stärkere Führungspersönlichkeit ein und haben durchschnittlich bereits mehr Berufserfahrung gesammelt als ihre Kolleginnen.

Insgesamt können nur ein Drittel der Studienteilnehmerinnen mit den Einnahmen des eigenen Unternehmen laufende Fixkosten begleichen; weniger als 28 Prozent erzielen Gewinne. Etwa ein Fünftel der Teilnehmerinnen haben bereits mehr als einmal gegründet. Bei rund 14 Prozent dieser Gruppe war das letzte Unternehmen gescheitert.

Großteil startet Unternehmen im Alleingang

Ungewöhnlich ist, dass mit 85 Prozent erstaunlich viele Gründerinnen ihr Unternehmen im Alleingang starteten. Ein Großteil davon arbeitet noch immer alleine. Nur 19 Prozent der Befragten beschäftigen derzeit Mitarbeiter.

Klischees werden an anderer Stelle bedient: Für den Erfolg des gegründeten Unternehmens ausschlaggebend ist für 41 Prozent die Möglichkeit, eigene Talente und Fähigkeiten zu entfalten. Ebenfalls 41 Prozent sehen in der guten Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen Erfolgsfaktor. Als größte Herausforderungen definieren die Gründerinnen die Bereiche Vertrieb und Marketing.

Die Ergebnisse der Studie basieren auf den Daten von 248 Gründerinnen, die im Mai dieses Jahres über eine Online-Befragung erhoben wurden. Die Neuauflage der ersten Gründerinnen-Studie aus dem vergangenen Jahr ist nicht repräsentativ. 2013 beschränkte sich das Forschungsinteresse auf die Bereiche Persönlichkeit, Motivation und Erwartungen. Diesmal standen Arbeitsweisen, persönliche Stärken und Führungsqualitäten im Fokus.

Bild: © panthermedia.net / Dmitriy Shironosov