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In die Seilschaftsvorwürfe um Außenminister Westerwelle ist auch Internetinvestor Conny Boersch verwickelt, Armel Cahierre wird Japan-CEO von Brands4Friends, der Gebrauchtwarenhändler Asgoodasnu wird zu Wirkaufens und Shopprops spendet Online-Shop-Provisionen.

Seilschaftsvorwürfe gegen die FDP und Internetinvestor Conny Boersch

Als „Freundesfilz“ bezeichnet der aktuelle Spiegel die berufliche Partnerschaft zwischen Cornelius „Conny“ Boersch (Mountain Partners) und Guido Westerwelle, die schon länger gemeinsam politische Konzepte entwickeln und über Veranstaltungen wie etwa die „Internetrepublik“ netzwerken. Diese Zusammenarbeit wird nun zum Bumerang für den Minister, waren doch verschiedene wirtschaftliche Flugbegleiter auf den Auslandsreisen des Ministers mit dem Portfolio von Boerschs Investorenfirma assoziiert. Unter anderem auch Westerwelles Lebensgefährte Michael Mronz, der für knapp drei Jahre im Aufsichtsrat der Mainzer Arygon AG saß und das Sportportal Netzathleten bei dessen Pressearbeit unterstützte, indem er Pressemitteilungen des Vertical-Content-Netzwerks über seinen Verteiler sandte – beides Portfolio-Unternehmen von Mountain Partners. Alexander Görlach mahnte schon zu Beginn der Woche in seinem Magazin „The European“ die möglichen Folgen dieser Seilschaftsvorwürfe: „Guido Westerwelle ist erledigt.“

Armel Cahierre wird Japan-CEO von Brands4Friends

Nachdem Gründerszene bereits in der vergangenen Woche auf das neue Japan-Geschäft von Brands4Friends hingewiesen hatte, bestätigt das deutsche Mutterunternehmen diese Expansion nun auch offiziell. CEO von Brands4Friends.jp wird demnach der Franzose Armel Cahierre. Brands4Friends hatte sich mit Tengelmann erst im Februar einen gewichtigen Investor für die Internationalisierung an Bord geholt.

Aus Asgoodasnu wird Wirkaufens

Der Wiederverwerter gebrauchter Handys Asgoodas.nu hat seine Palette erweitert und kauft seit diesem Montag auch andere Elektrogeräte an. Gleichzeitig hat der Dienst seine Marke in das für den deutschen Kunden verständlichere Wirkaufens (www.wirkaufens.de) umbenannt. Der Markt des simplen Ankaufs scheint zu wachsen: Bereits im Oktober hatte der Mitbewerber Trade-a-Game seine Marke zu ReBuy ausgeweitet.

Spenden mit Shopprops

„Der Kunde zahlt nicht einen Cent mehr, spendet aber bis zu 15 Prozent“ vom Einkaufswert – das ist das Versprechen, welches das neue Shoppingportal Shopprops (www.shopprops.de) verspricht. Zusammen mit dem Bündnis Entwicklung hilft wurde eine Spendenallianz von 200 Online-Shops zusammengefasst. Finanziert wird das Unterfangen, wie bei ähnlichen Diensten üblich, über den Rabatt, der sonst zu hundert Prozent von Shoppingportalen eingestrichen wird.

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Auf und Ab

Flugkapitäne haben für den Großteil ihrer Arbeit einen Autopiloten, der die Passagiere ohne größere Probleme zu jedem Ziel fliegt. Den hätte Martin Halstead auch gut gebrauchen können. Der 23-Jährige hat auch mit seiner zweiten Fluglinie Varsity Express eine Bruchlandung hingelegt. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, lag es nicht am schlechten Wetter, sondern an schlechten Lügen des Entrepreneurs.

Mit dem richtigen Ohr zuhören

Gute Ideen entstehen dann, wenn viele kluge Köpfe zusammenarbeiten. Davon ist Chris Dixon überzeugt. Vor allem die Gespräche mit anderen Gründern, VCs sowie den zukünftigen Kunden und Angestellten anderer (Konkurrenz-) Firmen haben das Potenzial, eine Idee sinnvoll weiter zu entwickeln. Jeder dieser Gruppen sollte allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen Gehör geschenkt werden.

Unternehmensgründung mit staatlicher Hilfe

Neben der finanziellen Unterstützung durch Fördergelder, mit Geld vom Arbeitsamt oder durch Programme der Investitionsbank Berlin oder dem Netzwerk Hamburg, stellt der Staat weitere Hilfsmittel für Unternehmensgründer zur Verfügung. Friedhelm Kremer gibt im Gründerszene-Artikel einen kurzen Einblick in die Bewerbungsabläufe und -voraussetzungen für die Programme.

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