Guten Morgen! Während wir geschlafen haben, ging die Arbeit in der Startup-Welt weiter.

Das Top-Thema:

Hello Fresh hat den Ausgabepreis seiner Aktien in der Mitte der angekündigten Spanne auf 10,25 Euro festgelegt und das hat auch in US-Startupmedien für Aufsehen gesorgt. Der Wert entspricht möglichen Einnahmen von 318 Millionen Dollar und einer Bewertung von 1,7 Milliarden Euro. Bei vielen Experten sorgt der Launch zu diesem Zeitpunkt trotzdem für Verwunderung: Hauptkonkurrent Blue Apron hat seit dem Börsengang ordentlich Federn lassen müssen, die Aktie ist nur noch halb so viel Wert wie zum Start im Juni. Allerdings macht Hello Fresh bei Einnahmen von umgerechnet rund 505 Millionen Dollar Umsatz etwa 66 Millionen Dollar Verlust. Blue Apron liegt mit 483 Millionen Dollar beim Umsatz leicht darunter, aber beim Verlust mit 84 Millionen Dollar deutlich höher.

Blue Aprons Probleme auf dem Heimatmarkt USA resultieren unter anderem daraus, dass die Branche nervös auf den Kauf der Edel-Supermarktkette Whole Foods von Amazon reagierte – Hello Fresh könnte mit seiner internationaleren Aufstellung Vorteile haben. Beide Firmen leiden aber im Vergleich zu kleineren Anbietern an hohen Absprungraten. [Mehr bei TechCrunch und recode]

Auf Gründerszene blicken wir noch einmal ausführlich auf die Tech-Anhörungen im Senat der Vereinigten Staaten. Dort müssen Google, Facebook und Twitter Auskunft darüber geben, wie Russland versucht hat, durch ihre Netzwerke die US-Wahl zu beeinflussen. Mehr bei Gründerszene]

Und hier sind weitere Schlagzeilen aus der deutschen Nacht:

Facebook hat Quartalszahlen vorgelegt und überzeugt mit 4,71 Milliarden US-Dollar Gewinn im dritten Quartal 2017, ein Plus von 77 Prozent. Der Umsatz lag bei 10,14 Milliarden Dollar, was 49 Prozent mehr sind als im Vorjahreszeitraum. CEO Mark Zuckerberg kündigte allerdings für das kommende Jahr sinkende Gewinne an. Die Gründe: Mehr Investitionen in Sicherheit, Ausbau von Video und „große Wetten“ auf AR, VR und künstliche Intelligenz. [Mehr bei Forbes]

Instagram und Whatsapp machen weiter Boden gegenüber Snapchat gut und kommen auf täglich je rund 300 Millionen aktive Nutzer. Snapchat nutzen täglich dagegen nur rund 173 Millionen User. Die Plattform seien inzwischen hinsichtlich ihrer Features alle ähnlich, sagte Facebook-CEO Zuckerberg. [Mehr bei TechCrunch]

Yelp hat die Analystenerwartungen im dritten Quartal leicht überboten und kommt auf 25,4 Millionen Dollar Gewinn, rund ein Drittel mehr als die 18,4 Millionen Dollar im Vergleichszeitraum ein Jahr zuvor. Der Ausblick auf das kommende Quartal fiel allerdings schlechter aus als von Anlegern erhofft, so dass der Aktienpreis gestern deutlich sank. [Mehr bei TechCrunch]

InVision hat beim Series-E-Funding noch einmal ordentliche 100 Millionen Dollar eingesammelt. Das 2011 gegründete Unternehmen hilft Designern, Entwürfe ohne allzu große Programmierkenntnisse zu erstellen. [Mehr bei BusinessWire]

Doppler Labs stellt nach 50 Millionen Dollar Investments seine Geschäftstätigkeit an. Die Verkäufe der smarten Ohrstöpsel Here One liefen schlecht, ein größerer Wettbewerber wollte nicht zuschlagen, hieß es zu den Gründen. [Mehr bei The Verge]

Unser Lesetipp auf Gründerszene ist ein Porträt der klugen Köpfe hinter der App Carly. Die deckt mit einem „Gebrauchtwagencheck“ manipulierte Kilometerzähler in Autos auf und verbessert so den Autohandel. [Mehr bei Gründerszene]

Einen schönen Donnerstag!

Eure Gründerszene-Redaktion

Bild: Wikimedia/Martin Falbisoner

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