helpling-gruender-franke 2

Die Helpling-Gründer Benedikt Franke (l.) und Philip Huffmann

Helpling, das von Rocket Internet gestartete Putzkraft-Startup, hat erneut Geld eingesammelt. Dieses Mal von Unilever Ventures, dem VC des britisch-niederländischen Konsumgüterherstellers. Die genaue Summe ist nicht bekannt. Laut TechCrunch soll es sich aber um mehrere Millionen Euro handeln.

Unilever und Helpling arbeiten bereits seit 2015 zusammen, vor allem für Marketing-Kampagnen. Diese Zusammenarbeit soll nun weiter ausgebaut werden, heißt es von Mitgründer Benedikt Franke. Demnach möchte Unilever über Helpling eine direktere Verbindung zum Kunden gewinnen, schließlich gehören dem Konzern eine Reihe von sogenannten „Home Care“-Marken, wie es bei Unilever heißt, darunter Viss und Domestos.

Anzeige
Helpling wurde 2014 von Benedikt Franke und Philip Huffmann mit Unterstützung von Rocket Internet in Berlin gegründet. Bisher konnte das Startup 67 Millionen Euro einsammeln. Erst im vergangenen März gaben Investoren weitere zehn Millionen Euro. In den kommenden zwölf Monaten möchte das Startup nach eigenen Angaben jetzt die Profitabilität erreichen.

Lange Zeit vermittelte Helpling die Dienste selbstständiger Putzkräfte an Privatkunden – doch der Markt ist schwierig. Größter deutscher Konkurrent ist das ebenfalls in Berlin ansässige Startup Book A Tiger, das mittlerweile auf fest angestellte Reinigungskräfte und Bürodienstleistungen für Geschäftskunden setzt.  

Helpling dagegen richtet sich weiterhin vor allem an Endkunden und hält am Marktplatzmodell fest, hat allerdings seit Anfang des Jahres seine Dienste deutlich erweitert. Mittlerweile bietet es auch die Vermittlung anderer haushaltsnaher Services an – wie professionelle Fensterreinigung, Möbelaufbau, Teppichreinigung, Entrümpelung oder Malerarbeiten. Im Januar hieß es vom Unternehmen, dass es dafür mit 150 „Partnern“ in 15 verschiedenen Städten Deutschlands zusammenarbeite.

Bild: Helpling / MItarbeit: Anne Schade