Investor Investoren Finanzierung Heureka

Es scheint dem Gründertum jegliche Romantik zu entziehen – und doch kommt kein Startup ohne das notwendige Kapital aus. Dass die Startup-Finanzierung aber keineswegs immer ein notwendiges Übel sein muss, sondern die Investoren durchaus auch für Enthusiasmus sorgen können (und neben den Finanzen ein gutes Netzwerk und Know-how mitbringen), legten namhafte VCs auf der Heureka! dar. Gründerszene zeigt das exklusive Video vom Investoren-Panel.

Top-Investoren in der Panel-Diskussion

Investoren-Screening: Wen sucht man sich als Geldgeber aus? Was sind die Erfolge der Investoren? Wie verändert sich das Investieren in Internet-Zeiten? Unter der Leitung des erfahrenen Investors und Springstar-Gründers Klaus Hommels debattieren mit Olaf Jacobi von Target Partners (www.targetpartners.de), Nenad Marovac von DN Capital (www.dncapital.com), Max Niederhofer von Accel, Sven Achter von Holtzbrinck und Jörg Binnenbrücker von DuMont Venture (www.dumontventure.de) Vertreter von gleich fünf namhaften Geldgebern zu diesen Themen.

Für ordentlich Zündstsoff sorgt dabei insbesondere die Frage, ob Startups besser bei Inkubatoren Zuflucht suchen oder ob – beziehungsweise wann – ein VC die bessere Option sein kann. Und tatsächlich streiten sich die Geister: Anders als es der Name suggeriert und die verbreitete Meinung ist, hob Sven Achter am Beispiel Westwing (www.westwing.de) hervor, gibt es durchaus Startups, bei denen VCs sogar zuerst investieren und die „Brutkästen“ anschließend auf Basis ihrer eigenen Infrastruktur den internationalen Rollout übernehmen.

Eine etwas andere „Aufteilung“ sieht Max Niederhofer: VCs suchen nach (Jung-)Unternehmern, Inkubatoren nach Ideen. Olaf Jacobi wiederum vertritt die Ansicht, dass Inkubatoren hauptsächlich gut für erste Erfahrungen sind – gestandene Entrepreneure würden derweil kaum zu einem Inkubator gehen. Generell zu wenig durch Venture Capital finanziert sieht Nenad Mavovac gerade die deutsche Gründerszene.

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Neben möglichen Exit-Wegen und der Bedeutung von US-Unternehmen in diesem Zusammenhang geht es insbesondere um „big money“ in den USA und die wachsende Bedeutung von US-amerikanischen VCs in Europa, darum, wie europäische Unternehmen durch ihren Investor von Talenten und Best-use Cases profitieren können und den Einfluss des Mobile-Trends auf die Entwicklung der Geschäftsmodelle der Startups.

Bei einem bleiben zuletzt aber alle Diskutanten einig: Die Wahl des Investors ist eine grundlegende Entscheidung für beide Seiten. Entsprechend sollten auch Startups genau prüfen, mit wem sie sich einlassen – ein Ratschlag, den man leicht unterschreiben kann. Jörg Binnenbrücker formuliert es so: „Zum Investor zu gehen ist wie auf ein Date zu gehen.“ Das passt zum Bild, das Stefan Glänzer von Passion Capital beim Inkubatoren Panel prägte: „Sich vom Investor zu trennen ist schwieriger als von der Ehefrau.“

Bildmaterial: Peter Hebgen / pixelio.de