Holtzbrinck Ventures

Rocket Internet räumt Beteiligungsgeflecht weiter auf

Überraschen kann es nicht: Auch Holtzbrinck Ventures wird direkter Anteilseigner des Samwer-Inkubators Rocket Internet. Dazu bringt der Münchner VC seine Anteile an sieben Rocket-Ventures ein – und erhält im Gegenzug 2,5 Prozent der Anteile an der Berliner Startup-Schmiede. Beide Unternehmen sind bereits seit langem miteinander verbandelt: Holtzbrinck stieg bereits sehr früh bei unterschiedlichen Portfoliounternehmen des Inkubators mit ein, war mitunter schon bei der Gründung mit von der Partie.

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Zuletzt hatten sich in kurzer Reihenfolge die Philippine Long Distance Telephone Company sowie der Internet-Konzern United Internet aus Montabaur mit jeweils 333 Millionen Euro an frischem Kapital an Rocket Internet beteiligt.

United Internet brachte zudem seine bislang am Global Founders Fund (vorher: European Founders Fund) gehaltenen Anteile im Wert von 102 Millionen Euro ein. Bei der Transaktion wurde der Samwer-Brutkasten mit mehr als vier Milliarden Euro bewertet. Die Frage drängt sich auf: Wann macht es Tengelmann Ventures Holtzbrinck und United Internet gleich – immerhin hält das Beteiligungsunternehmen Anteile an rund 20 Portfoliounternehmen des Inkubators.

Zu dem nun eingebrachten Holtzbrinck-Paket gehören neben den Beteiligungen an den beiden „Home & Living“-Startups Home24 und Westwing auch die Anteile am Lebensmittel-Versender HelloFresh sowie den Zalando-Varianten Lamoda, Dafiti, Jabong und Namshi, die bislang über deren Holding-Gesellschaften Bigfoot und BigCommerce gehalten wurden.

Nach der jüngsten Transaktion verteilen sich die Gesellschafteranteile an dem vor dem Börsengang stehenden Inkubator wie folgt:

  • Global Founders Fund (vorher: European Founders Fund): 52,3 Prozent
  • Investment AB Kinnevik: 18,1 Prozent
  • United Internet: 10,4 Prozent
  • Philippine Long Distance Telephone Company; PLDT: 8,4 Prozent
  • Access Industries: 8,3 Prozent
  • Holtzbrinck Ventures: 2,5 Prozent
Bild: Holtzbrinck Ventures