Home24

Home24 verkauft ab 2014 Möbel in der Schweiz

Home24 (www.home24.de), der Online-Möbelversand der Samwer-Brüder, plant für Anfang nächsten Jahres seine Expansion auf den Schweizer Markt. Die Alpenrepublik wird damit nach Deutschland, Frankreich, Österreich und den Niederlanden das fünfte europäische Land sein, in dem Home-24-Produkte erhältlich sind. „Die Schweiz ist ein sehr interessanter Markt mit viel Potenzial“, sagt Geschäftsführer Felix Jahn, „vor allem, weil das Thema Möbel-Onlinekauf dort noch kaum erschlossen ist.“

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Nach Unternehmensangaben gibt es im Portfolio mittlerweile mehr als 50.000 Produkte, neben Möbeln auch Lampen und Wohnaccessoires. Kürzlich habe man zudem die Marke von 500.000 Kunden überschritten. Das hoch gehängte Ziel, den schwedischen Einrichtungsriesen Ikea „abzuhängen“, scheint für Home24 derzeit allerdings kaum greifbar. Der Umsatz wächst offenbar weniger stark als erhofft. Im Juli wurde bekannt, dass Home24-Investor Kinnevik seinen Unternehmensanteil statt wie zu Jahresbeginn mit knapp 90 Millionen nur noch mit 57 Millionen Euro bewertet. Dementsprechend verringert sich die Gesamtbewertung von rund 270 auf rund 170 Millionen Euro.

Die Home24-Gründer widersprechen aber der Annahme, das Unternehmen habe seine Ziele zu hoch gesteckt. Es gehe auch gar nicht darum, Ikea abzuhängen, behauptet Philipp Kreibohm gegenüber dem Wall Street Journal. Die Schweden hätten in Deutschland einen Marktanteil von etwa zehn Prozent. „Das heißt, es gibt 90 Prozent Handelsstruktur, die nicht von Ikea abgedeckt wird. In dem Sinne ist Ikea jetzt gar nicht der große Wettbewerber.“

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