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Im vergangenen Herbst eröffnete in London das erste Pop-up-Restaurant von Ikea

1,7 Milliarden Euro. So viel hat Ikea im vergangenen Jahr umgesetzt – mit dem Essen in seinen Restaurants. Das macht den eigentlichen Möbelhändler zu einer respektablen Restaurantkette.

Dass der Verkauf von warmem Essen ein wichtiges Nebengeschäft ist, zeigt auch der Blick in den größten US-amerikanischen Ikea. Im kalifornischen Burbank steht er und beherbergt eines der größten Restaurants in der Stadt: 600 Plätze hat es und ist auf Effizienz getrimmt, wie die Kollegen von Eater.com vor einigen Wochen berichteten.

Köttbullar für alle

Im Heimatland Schweden startet der Möbelriese nun ein eigenes Inkubator-Programm, das sich auch auf den Food-Bereich bezieht. Teilnehmende Startups dürfen von September bis Dezember in einem der hauseigenen Labs in Älmhult verbringen, sie bekommen 20.000 Euro, für die Inkubationszeit kostenlose Unterkunft und Zugang zu Ikeas Prototypen-Einrichtung sowie einem Testlabor. Und natürlich dürfen sie auf die Expertise der dortigen Wissenschaftler zugreifen, wirbt das Unternehmen.

 

IKEA Bootcamp has now launched. Find out more at ikeabootcamp.rainmaking.io

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Besonders habe Ikea es auf Startups abgesehen, die in den Bereichen urbanes Farming, virtuelle Essensverkostung, der Erfindung neuer Inhaltsstoffe oder gesünderem Essen aktiv sind. Auf Innovationen im Food-Bereich will sich Ikea mit seinem Bootcamp-Programm, das in Zusammenarbeit mit der Unternehmer-Kooperative Rainmaking umgesetzt wird, auch nicht beschränken: Disruptive Technologien, das Kundenerlebnis, Design, Nachhaltigkeit, Herstellung, die Zulieferkette und Datenanalyse – all das soll im Fokus des Programms stehen.

Anteile müssen die Startups übrigens nicht abgeben. Stattdessen sei Ikea auf eine Zusammenarbeit aus. „Gut möglich, dass wir am Ende ein Kunde sind“, ködert der schwedische Möbelriese.

Bild: Dan Kitwood / Gettyimages