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Aushängeschild von InnoGames: „Forge of Empires“

Riesen-Deal in Hamburg: Der schwedische Entertainment-Konzern MTG pumpt 91 Millionen Euro in das Spieleunternehmen InnoGames und erhält dafür 35 Prozent der Anteile. Außerdem hat sich MTG die Option gesichert, zur gleichen Firmenbewertung von 260 Millionen Euro auf 51 Prozent zu erhöhen und sich damit die Mehrheit der Anteile zu sichern.

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Gestartet wurde InnoGames von den beiden Brüdern Eike und Hendrik Klindworth sowie Michael Zillmer. Was 2003 als Hobby begann, wurde vier Jahre später mit der GmbH-Gründung professionalisiert. Heute arbeiten 400 Mitarbeiter für das Unternehmen, das Free-to-play-Hits wie „Tribals Wars“, „Grepolis“ und „Forge of Empires“ produziert hat. CEO Hendrik Klindworth kündigt an, als nächstes weitere Mobile-first-Titel entwickeln zu wollen.

InnoGames kann heute mehr als 150 Millionen registrierte Nutzer vorweisen. Nachdem 2015 erstmals die 100-Millionen-Euro-Umsatzgrenze geknackt wurde, wird für das laufende Jahr ein Umsatz von 125 Millionen Euro erwartet, so das Unternehmen. Die Ebitda-Marge soll bei etwa 20 Prozent liegen.

Die Hamburger seien der „richtige Partner wegen ihrer etablierten Position in der Branche, wegen schnellwachsenden Nutzerzahlen im Mobile-Bereich und der aufregenden Pipeline neuer Spiele“, so MTG-Chef Jørgen Madsen Lindemann. Zum MTG-Portfolio gehören bislang mehrere TV-Produktionsfirmen und eine Reihe von Radiosendern, aber auch der E-Sports-Riese ESL.

Vom Hobbyprojekt zum 6.000-Quadratmeter-Büro

InnoGames: Das Hobbyprojekt von 2003 ist heute eine der größten Online-Spieleschmieden weltweit. Mit dem InnoHub unterstützen die Hamburger auch Startups. (Stand: 2014)

Die Transaktion, bei der die Investmentbank GP Bullhound beraten hat, soll in zwei Tranchen ablaufen: 21 Prozent erwirbt MTG noch im vierten Quartal 2016, die restlichen 14 im ersten Quartal 2017. Bis September 2017 können die Schweden die Option ziehen, die Mehrheit an InnoGames zu übernehmen.

Die InnoGames-Gründer sowie der Londoner VC Eight Roads Ventures (ehemals Fidelity Growth Partners) verkaufen mit dem Deal Anteile an MTG.

Bild: MTG