15-Minuten-Interview bei Democracy Now

Die Worte kommen Ladar Levison nicht so einfach über die Lippen. Vieles, was er über die Schließung des von ihm gegründeten E-Mail-Dienstes Lavabit sagen will, darf er aus rechtlichen Gründen nicht. Mithilfe jenen Dienstes hatte Whistleblower Edward Snowden seine verschlüsselten E-Mails verschickt – so wurde Lavabit einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Vergangene Woche wurde der Dienst eingestellt, offenbar weil US-Behörden Zugang zu den verschlüsselten Daten haben wollten.

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Am Dienstag dann stellte sich Ladar Levison einem 15-minütigen Interview des unabhängigen Nachrichtensenders „Democracy Now!“. Allerdings nicht allein: Sein Anwalt Jesse Binnall sitzt neben ihm, um ihn daran zu hindern, etwas zu sagen, was ihm aus Geheimhaltungsgründen verboten sei.

Herausgekommen ist ein verstörendes Video-Dokument eines Interviews, bei dem einer mehr sagen möchte als er darf, und – so sagt es Levison an einer Stelle – nicht einmal seinem Anwalt alles anvertrauen kann.

Video/Bild: Democracy Now!