Gurka

Geschäftsführer und BigRep-Gründer René Gurka

Das Berliner Startup BigRep hat sich auf besonders große 3D-Drucker spezialisiert – und bekommt dafür nun ein Investment vom Technologiekonzern Körber in Millionenhöhe.

Korrektur: Anders als ursprünglich in diesem Artikel behauptet, handelt es sich laut Unternehmensangaben nicht um ein „Investment in zweistelliger Millionenhöhe“ sondern nur um eine Runde in „Millionenhöhe“ – wie ursprünglich von BigRep gegenüber Gründerszene behauptet. Dabei handele es sich um eine „Fehlinformationen“ des Unternehmens, sagte ein Sprecher von BigRep.

Das kleinste Modell des jungen Unternehmens hat die Ausmaße einer Badewanne, das Standardmodell kostet schon mal über 30.000 Euro. Zum Einsatz kommen die Drucker beispielsweise, wenn Ersatzteile für längst veraltete Sitze in Zügen der Deutschen Bahn hergestellt werden müssen, erzählt Gründer René Gurka gegenüber Gründerszene. Kunden aus der Automobilindustrie und dem Maschinenbau produzieren mit den Drucker-Kästen gerne Prototypen. 

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Führende Märkte: Israel, die USA und Deutschland

Das Geld soll in die Produktentwicklung und den Vertrieb investiert werden, so CEO Gurka. Derzeit seien im 3D-Druck vor allem drei Märkte weltweit führend: Israel, die USA und Deutschland. Und so seien auch viele seiner Angestellten Israelis, sagt Gründer Gurka. 70 Mitarbeiten feilen mittlerweile auf mehreren Stockwerken im Berliner Kreuzberg an 3D-Modellen und Einspritzdüsen. Um gegen die Konkurrenz zu bestehen und rasch zu wachsen, hat BigRep erst kürzlich Geld eingesammelt: Im April stieg der Stahlkonzern Klöckner in einer Serie A mit einem ungenannten Betrag ein. Zudem sollen Drucker des Startups in dem Standortnetzwerk des Konzerns eingesetzt werden.

BigRep wurde vor drei Jahren gegründet und ist eines der wenigen Hardware-Newcomer in der Berliner Gründerszene. Seine erste Millionen-Finanzierung erhielt BigRep Ende 2015, als das Familienunternehmen Koehler und der Wagniskapitalgeber B-to-v mit sieben Millionen Euro eingestiegen waren.

So sieht die Produktion im Schnelldurchlauf aus:

BigRep ONE Timeplapse from BigRep Fullscale 3D Printer on Vimeo.

Bild: BigRep