Scout im Supermarkt

Ein Shopscout im Supermarkt

Das Berliner Startup POSpulse sammelt drei Millionen Euro ein. Im Zuge der Finanzierungsrunde sind Paul Kraut, ehemaliger Vorstand der Spielzeugfirma Schleich, und Moebel.de-Gründer Robert Kabs neu bei dem jungen Unternehmen eingestiegen. Auch die bereits investierten Geldgeber – der Mobilfunkanbieter Drillisch, der VC High-Tech Gründerfonds und das Medienunternehmen Medien Union – beteiligen sich.

Das drei Jahre alte Startup ist einer von vielen Anbietern, die mithilfe von sogenannten Shopscouts Daten über Produkte oder Kundenzufriedenheit für Unternehmen sammeln. Die Mikrojobber erledigen kleine Aufträge: Sie lassen sich etwa in Fachmärkten zu einem Handytarif oder in der Apotheke zu einem neuen Vitaminpräparat beraten. Bei POSpulse funktioniert das über eine App, nach Angaben des Startups arbeiten 155.000 Shopscouter für das Unternehmen. Mit dem frischen Kapital will das Startup, das mittlerweile 43 Mitarbeiter beschäftigt, nun seine Plattform ausbauen.

Das Unternehmen wurde 2014 von Dominic Blank gemeinsam mit dem Company Builder Etventure gegründet. Im Januar vergangenen Jahres erhielt POSpulse zuletzt eine Millionenfinanzierung und expandierte nach Italien, Spanien, Polen und Tschechien. Nach eigenen Angaben machte das Startup im vergangenen Jahr einen siebenstelligen Umsatz. 

Marktforschung: Minutenlöhner per App

Minutenlöhner per App

Heute kann jeder Smartphone-Nutzer zum Marktanalysten und Mikrojobber werden. Wir haben einen ShopScout begleitet und uns das Geschäftsmodell angeschaut.

Bild: POSpulse; Hinweis: Der Artikel wurde am 11. Juli 2017 um 8.20 Uhr um Infos zum Umsatz und Mitarbeiterzahl ergänzt. Er erschien zuerst am 10. Juli 2017.