Investoren-Pitch Selbstvertrauen

Immer die gleiche Suppe

Der Aufbau von Vertrauen ist wie zähes Fleisch. Es muss lange kochen, bis es schmeckt. Unabhängig davon stellt sich die Frage: Wie kann man jemandem Vertrauen schenken, der sich selbst nicht vertraut? In unserer alltäglichen Kommunikation im Büro, in der freien Rede vor Gruppen von Menschen, beim Flirten im Kater Holzig oder im P1, beim Pitchen vor Investoren – es ist immer die gleiche Suppe. Unser von anderen wahrgenommenes Selbstvertrauen hat drei Zutaten:

  • Direkter Augenkontakt
  • offene Körpersprache
  • variable Stimme.

Augen, Körper, Stimme – das Triumvirat des Selbstvertrauens.

Und was tun wir, sobald wir anderen ausgeliefert sind? Als wären sie Rottweiler, schauen wir ihnen nicht in die Augen. Wir sperren unsere Gestik in den tiefsten Kerker. Wir sprechen mit einer langweiligen, monotonen Stimme. Die Folge? Unser von anderen wahrgenommenes Selbstvertrauen fährt auf Minus 12 Grad.

Direkter, offener, variabler

Leuten direkt in die Augen schauen – nur nicht zu lange, sonst denken sie, ein Psychopath steht vor ihnen. Offenere Gestik und Körperhaltung. Den Stimm-Pitch variieren wie Dorie in „Findet Nemo“ – neben Lautstärke, Geschwindigkeit und Pausen. Theoretisch klingt das alles plausibel. Und würden wir das alles anwenden, wäre unser von anderen wahrgenommenes Selbstvertrauen im Himmel. Doch es gibt eine Hürde. Direkter, offener, variabler – dann vermittle ich Selbstvertrauen. Aber ich brauche viel Selbstvertrauen, um das alles anwenden zu können. Wir sind in einem Teufelskreis gefangen.

Aus dem Teufelskreis ausbrechen

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Um aus dem Taufelskreis auszubrechen, bräuchten wir zunächst einmal Plattformen, auf denen wir mehr Selbstvertrauen tanken können. Und genau solche Plattformen gibt es. Die eine heißt positiv-konstruktives Feedback. Bei Toastmasters International, einem global führenden Rednerclub bekommen die Mitglieder genau das. Eine andere Option heißt Karaoke. Vor 200 Leuten nachts um halb drei in einer dunkeln Karaoke-Bar nüchtern „My Way“ singen – mehr Schub für mehr Selbstvertrauen geht nicht.

Selbstvertrauen und mehr

Augen, Körper und Stimme sind nicht nur die entscheidenden Indikatoren für Selbstvertrauen. Sie bestimmen auch unsere non-verbale Kommunikation generell. Content is overrated, sagt so mancher Kommunikations-Experte scherzhaft. Aber da ist viel Wahres dran. Um Menschen – und Investoren sind auch Menschen – zu überzeugen, braucht man eben nicht nur Inhalt, sondern auch oder gerade das Triumvirat des Selbstvertrauens.

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Bild:  S. Hofschlaeger  / pixelio.de