KPMG-IoT

IoT: Vom Hype zu dauerhaftem Erfolg

Ein kurzlebiger Hype ist das Internet of Things schon lange nicht mehr. Es hat sich in den letzten Jahren zu einem grundlegenden Trend entwickelt, der immer mehr Anwendungsbereiche umfasst und viele nützliche Produkte und Services für Endverbraucher bietet.

Diesen Werdegang untersucht das Joint Institute for Innovation Policy (JIIP) in Zusammenarbeit mit KPMG in der „IoT clusters study“. Die Studie beschäftigt sich noch bis zum Ende dieses Jahres eingehend mit europäischen IoT-Ökosystemen und den zukünftigen Chancen, die sich aus ihrer weitreichenden Entwicklung ergeben. Die Untersuchung belegt bereits: Die Anzahl der Firmen im IoT-Bereich in Europa hat sich zwischen 2005 und 2017 mehr als verfünffacht – von rund 180 auf aktuell über 1.000 IoT-Firmen.

Die Datenanalyse zeigt außerdem, wie sich aus einem kleinen, auf wenige Anwendungsbereiche beschränkten Sektor, innerhalb der letzten zwölf Jahre ein dichtes Netz von Firmen aus unterschiedlichsten Anwendungsbereichen entwickelt hat.

KPMG Cluster-Entwicklung

KPMG 2017, Die Entwicklung der IoT-Cluster (Datenanalyse basierend auf Capital IQ und Crunchbase)

Neue Anwendungsbereiche entstehen

Während im Jahr 2005 vor allem Unternehmen im Bereich Netzwerkinfrastruktur, Beratungsleistung und Business Solutions präsent waren, sind seit etwa 2010 zahlreiche Firmen aus neuen Anwendungsbereichen hinzugekommen. Eine Vorreiterrolle kam zum Beispiel dem Sektor „Smart Home & Smart Energy“ zu, der als einer der ersten konkrete Möglichkeiten zur Anwendung der neuen Technologien schuf.

Es folgte eine rasante Entwicklung in Bereichen wie „Health & Wearables“, „Lifestyle, Shopping & Social Media“ und „Smart Mobility & Smart Cities“ – mit jährlichen Zuwachsraten von über 30 %.

KPMG IoT Heute

KMPG 2017, Das Internet of Things heute

In diese Bereiche fließen Investitionen

Die privaten Investitionen in das Internet der Dinge zeigen ebenfalls einen steilen Trend nach oben: 20 % der weltweiten Investitionen fielen in den letzten zehn Jahren auf Europa. Von diesen insgesamt 4,4 Milliarden Dollar sind ganze 70 % in die Bereiche Telekommunikation/Broadband und Netzwerkinfrastrukturen geflossen. Die Investitionen in diesen zwei Sektoren sind wiederum vor allem auf einzelne Großinvestitionen zurückzuführen. Seit 2014 lässt sich jedoch auch bei den Investments eine stärkere thematische Diversifizierung feststellen.

Wo in Europa konzentrieren sich IoT-Innovationen?

London weist die größte Anzahl an IoT-Unternehmen auf, aber auch Paris, Berlin oder Tel Aviv sind aktive Standorte. Doch die IoT-Landschaft der Städte unterscheidet sich: Während in Berlin insbesondere Bereiche wie Lifestyle, Shopping und Social Media stark vertreten sind, bietet Tel Aviv vor allem technisch orientierten Firmen ein Zuhause.

Zukünftige Entwicklung: IoT im Fokus der Europäischen Kommission

Die „IoT clusters study“ wird noch bis zum Ende des Jahres fortgesetzt. Ziel ist das ausführliche Mapping und Ranking von IoT-Innovationsclustern in Europa. Auf Basis der Ergebnisse werden der Europäischen Kommission Anregungen gegeben, wie IoT-Cluster und junge Unternehmen in diesem Bereich besser unterstützt werden können.

 

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