Hiscox IT-Haftpflichtversicherung

Wenn die Unternehmens-IT ins Fadenkreuz gerät

Die zunehmende digitale Vernetzung durch Entwicklungen wie Smart Everything oder dem Internet der Dinge bietet Cyber-Kriminellen extrem viele neue Angriffsflächen – und damit weitreichende Möglichkeiten, Informationen auszuspähen, Daten zu kidnappen oder Geschäftsprozesse zu sabotieren. Das sind keine guten Neuigkeiten für Unternehmen. Der 2017er-Bericht zum Thema IT-Sicherheit in Deutschland vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) macht in diesem Kontext deutlich, dass sich die Frage der IT-Sicherheit nicht mehr nur nebenbei stellt. Sie stellt sich auch nicht länger nur einem eingeweihten Kreis von Spezialisten. Sie stellt sich ausnahmslos auch jedem Digital-Startup.

Neben diesen digitalen Tücken bedrohen Startups auch eine Reihe an greifbareren Risiken: beschädigte Hardware, ein Programmierfehler des eigenen Mitarbeiters oder ein Kabel als Stolperfalle können große Löcher in die Startup-Kasse reißen.

Marc Thamm ist IT-Experte (Product Head / Technology, Media & Telecommunication) beim Spezialversicherer Hiscox. Im Interview berichtet er über Gefahren und wie die passende Versicherung Startups tatsächlich helfen kann, die Unternehmensexistenz zu sichern.


Hiscox bietet Startups Versicherungen, die speziell auf digitale Gefahren ausgerichtet sind: Schäden, die beispielsweise durch Datenverlust, Programmierfehler oder Denial-of-Service-Angriffe entstehen, werden so abgesichert. Hier gibt es alle Informationen zur Hiscox IT-Haftpflichtversicherung!


Marc, was sind aktuelle existenzbedrohende Gefahren für Startups? Und gegen welche davon sollten sie sich auf jeden Fall absichern? 

Die Gefahren lauern – für viele überraschend – zunächst im normalen Arbeitsalltag. So sind zum Beispiel verpasste Projektfristen, die falsche Beratung eines Kunden oder ganz einfach Fehler durch Mitarbeiter Gefahren, die Startups teuer zu stehen kommen können. Und dann kommen natürlich noch die Gefahren von außen hinzu, wie etwa Hacker-Angriffe, die oft mit Datenklau oder lahmgelegter Website einhergehen.

Generell gilt, alle Risiken abzusichern, die existenzgefährdend sind. Die sind natürlich von Startup zu Startup verschieden, und am Ende geht es um eine reine betriebswirtschaftliche Entscheidung. Einige Risiken können Gründer vielleicht finanziell selbst tragen – bestimmte Gefahren sollten aber unbedingt abgesichert werden. Ist bei einem Onlineshops beispielsweise die Website länger down, ist schnell die Existenz bedroht.

Die wichtigsten Versicherungen sind auf jeden Fall die Berufs- und Betriebshaftpflicht, und je nach Branche auch Cyber-, IT- und Sachversicherungen.

Welchen Bereich vernachlässigen Startups am meisten? Und welche Kosten kommen im Schadenfall im Schnitt auf Gründer zu?

Die größten unversicherten Risiken sind Datenverlust, Verlust geistigen Eigentums, Hacking und Cybercrime generell. Die Kosten im Schadenfall variieren sehr stark. Je nach Schaden können sie im schlimmsten Fall aber locker in den fünf- bis sechsstelligen Bereich reichen. Das ist zum Beispiel bei Virenbefall oder Betriebsunterbrechung wegen fehlerhafter Programmierung der Fall.

Warum sichern sich so wenige Startups gegen solche Gefahren ab? 

Gerade in der Anfangszeit haben Gründer andere Sorgen: Behördengänge müssen erledigt werden, das Geschäft muss erst einmal zum Laufen gebracht werden und so weiter. Versicherungsschutz hat da einfach nicht Top-Priorität. Viele denken außerdem, sie wären durch die Rechtsschutzversicherung entsprechend geschützt – dabei geht eine Berufshaftpflicht viel weiter! Oft ist Gründern gar nicht bewusst, dass man sich recht einfach für relativ wenig Geld absichern kann.

Was war der schlimmste Schadenfall, den ihr bis jetzt erlebt habt? 

Schäden mit hohen Zahlungen haben wir schon viele gesehen, persönlich am meisten betroffen gemacht hat mich aber dieser: Ein Freelancer war in einem Projekt eingesetzt. Hier ist es zu einem großen Schaden im Unternehmen gekommen, den der Freelancer offenbar zu verantworten hatte. Dieser erkrankte leider sehr schwer und musste noch dazu für die Aufklärung des Schadens sorgen. Hier kam es darauf an, dass er ein Top-Schadenmanagement im Rücken hatte, welches ihn möglichst wenig belastet hat und ihm eben diese Aufklärungsarbeit abgenommen hat.


Mit der IT-Versicherung schützen sich Gründer vor digitalen Gefahren – und sichern so die Existenz ihres Startups. Jetzt online abschließen und sofort geschützt sein!


Was bietet die Hiscox IT-Haftpflichtversicherung Gründern, was andere Versicherungen nicht bieten? 

Unsere IT-Haftpflicht bietet Schutz gegen gesetzliche und darüber hinaus auch vertragliche Haftungsansprüche. Die Versicherung ist ein modulares Produkt, das individuell für jedes Startup gestaltbar ist: Es gibt das Basismodul Berufshaftpflicht, eine zusätzliche Betriebshaftpflicht, Schutz gegen Cyber- und Datenrisiken sowie Sachversicherungsschutz.

Gründer können den Versicherungsschutz ohne großen Aufwand einfach online abschließen und er ist sofort gültig. Wir setzen alles daran, unseren Schadenservice möglichst unbürokratisch, schnell und fair zu gestalten, die Zufriedenheit unserer Kunden bestärkt uns in diesem Fokus. Außerdem ist die persönliche Betreuung sowohl beim Vertragsabschluss als auch im Schadenfall ein Punkt, der für uns sehr wichtig ist.

Mit welchen Schritten können sich Startups – abgesehen von Versicherungen – gegen IT-Gefahren absichern?

Zuerst einmal natürlich mit einer gut aufgestellten IT, funktionierenden Backups und Passwort-Management. Darüber hinaus sind Mitarbeiterschulungen zur Sensibilisierung gegenüber Cyber-Gefahren sehr wichtig. Sollte es zum Ernstfall kommen, muss unbedingt ein Cyber-Krisenplan stehen, in dem Verantwortlichkeiten und Prozesse festgelegt sind. In zweiter Verteidigungslinie kommt dann die IT-Versicherung, die für finanzielle Schäden aufkommt und mit Zusatzservices wie durchgeschalteter Hotline zu IT-Krisenexperten, die bei Bedarf auch vor Ort helfen, unterstützt. Damit erhält das Startup quasi eine ausgelagerte IT-Krisenabteilung.

Marc, vielen Dank für das Gespräch!

 

Artikelbild: eyeem.com