Die Daten sind ja alle da draußen. Man muss sie eigentlich nur einsammeln. Und sortieren. Das haben wir inzwischen alle gelernt. Nur wie setzt man sie richtig ein, um sinnvolle Dinge damit zu tun und am Ende auch noch Geld zu verdienen? In einem Bericht von McKinsey, für den weltweit 37.000 Menschen befragt wurden, sagen 36 Prozent der Arbeitgeber, dass sie keine passenden Kandidaten für ihre offenen Stellen fänden. Gleichzeitig stehen 30 bis 45 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung ohne Job da. Und genau an dieser Stelle will ein Startup aus Berlin ansetzen.

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Vor ein paar Tagen launchte Jobspotting ein neues Analyse-Tool, das Arbeitgebern per Matching-Algorithmus tiefe Einblicke in Bewerberdaten und Branchenbewegungen erlauben soll und sie dabei unterstützt, die besten Kandidaten unter potentiellen Bewerbern auszumachen. Das Tool stellt Firmen Statistiken über Markttrends, interessierte Kandidaten und ihre Wettbewerber zur Verfügung. Nach eigener Aussage analysiert Jobspotting dafür mehr als 200.000 Unternehmen. Die Daten sollen dann genutzt werden, um Kandidaten mehr Informationen zu Arbeitgebern zu liefern und bei fundierten Karriereentscheidungen zu unterstützen.

Arbeitgeber können ihr bestehendes Profil auf Jobspotting kostenfrei übernehmen und es auf Grundlage der von bereitgestellten Daten individuell anpassen und erweitern. Außerdem können Firmen ab sofort das Analyse-Tool des Startups nutzen, um die Wirksamkeit ihrer Stellenanzeigen zu analysieren, sich mit Wettbewerbern zu messen und detaillierte, anonymisierte Einblicke in demographische Daten, Fähigkeiten und Interessen von Jobsuchenden zu gewinnen. Durch Links auf freie Stellen können Firmen außerdem die Aktivität auf ihrem Profil beobachten. Jobsuchende haben die Möglichkeit, den Unternehmensprofilen zu folgen und so regelmäßig über die Unternehmen und neue Stellen informiert zu werden. Noch wird der Dienst kostenlos angeboten.


„Jobspotting macht die Suche nach einem Job und passenden Kandidaten intelligenter und einfacher“, sagt Mitgründer und Geschäftsführer Hessam Lavi. Seit dem Investment von Horizons Ventures aus Hongkong im April hat Jobspotting eine brandneue Android-App herausgebracht und seine Web- und iOS-App überarbeitet. Gestartet ist der Dienst in Deutschland und dem Vereinigten Königreich. Mittlerweile ist er auf vier Kontinenten und in vier Sprachen verfügbar. Zu den neuesten Standorten gehören Österreich, Spanien, Mexiko, Südafrika, Singapur und Hongkong. Das Unternehmen wurde 2013 von Hessam Lavi, Jan Backes, Manuel Holtz und Robin Haak gegründet.

Bild: Jobspotting