Für den Haushalt scheint heute niemand mehr Zeit zu haben. Während sich früher nur die Reichsten der Bevölkerung Dienstmädchen leisten konnten, die lästige Hausarbeiten übernahmen, bieten mittlerweile immer mehr Startups diese Dienste zu erschwinglichen Preisen an.

Jonny Fresh ist bereits seit 2013 im Geschäft und bietet einen Wäsche-Service. 1.500 Bestellungen pro Monat soll der Dienst in Berlin mittlerweile verzeichnen. Jetzt übernimmt das Berliner Startup den Münchner Konkurrenten WashNow für eine unbekannte Summe. Gleichzeitig expandiert Jonny Fresh nach Wien und wäscht damit nun Wäsche von Privathaushalten und Geschäftskunden in drei Großstädten.

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Zudem schloss das Startup nach der Übernahme eine Finanzierungsrunde ab. Insgesamt soll eine mittlere siebenstellige Summe an die Berliner gegangen sein. Lead-Investor der Runde ist die Unternehmensbeteiligung Engelhardt, Kaupp, Kiefer, der erste institutionelle Geldgeber.

So funktioniert Jonny Fresh: Die Mitarbeiter holen schmutzige Wäsche an der Haustür ihrer Kunden ab und wollen diese sauber und – falls gewünscht – gebügelt innerhalb von 36 Stunden wieder zurück bringen. Kosten für die Abholung und Zustellung fallen dabei nicht direkt an. Abgerechnet wird pro Kleidungsstück. Der Mindestbestellwert liegt bei 15 Euro.

Jonny-Fresh-Gründer: „Wir leben im Lieferservice-Zeitalter“

„Wir leben im Lieferservice-Zeitalter“

Bereits 2013 startete Jonny Fresh seinen Abholservice für schmutzige Wäsche, nun fordert auch Rocket einen Stück vom Kuchen. Jonny Fresh gibt sich unbeeindruckt.

Konkurrenz bekommt Jonny Fresh unter anderem vom Rocket-Unternehmen ZipJet. Der Wäschedienst, der sogar innerhalb von 24 Stunden saubere Wäsche verspricht, startete 2014 in London und ist seit gut einem Jahr auch in Berlin aktiv. Zuletzt hörte man von dem Rocket-Venture allerdings wenig.

Bild: Getty / Erik Isakson