Juniqe Lea Lange

Junique-Mitgründerin und -Geschäftsführerin Lea Lange

Was macht Juniqe?

Juniqe (www.juniqe.com) ist der Art & Fashion Shop für junge, unkonventionelle und urbane Kunst. Wir zeigen unseren Kunden aktuelle Designs angesagter Künstler. Egal ob aus Berlin, New York oder Tokyo.

Unsere ausdrucksstarken Bildmotive stehen dabei im Mittelpunkt: Klare, direkte Messages und knallige Farben warten darauf, auf unterschiedlichen Produkten, von Prints über Fashion und Covers, von unseren Kunden entdeckt zu werden. Das zu guten Preisen – sogar für gerahmte Kunst und auf Leinwand. Drei mal die Woche gibt es bis zu 100 neue Produkte und thematische Pop-up-Shops.

Für wen ist das Angebot interessant?

Wir wenden uns in erster Linie an eine urbane, junge und hippe Zielgruppe. Alter: 18 bis 35 Jahre. Sie sind „Lifestyle“, verfolgen Trends und wollen sich von der grauen Masse absetzen. Ihr Style hat viele Einflussquellen, aber was sie alle verbindet, ist der Wunsch nach einer gewissen Individualität. Juniqe hilft ihnen genau dabei: Wir bieten Produkte, die sich von der oft grauen IKEA- und H&M-Masse abheben.

Wer sind die Gründer, in welchen Positionen wart ihr wie lange bei Fab tätig und was habt ihr vorher gemacht?

Die Gründer sind Marc Pohl (25), Sebastian Hasebrink (26) und ich (Lea Lange, 26).

Ich war zwei Jahre bei Fab, zuletzt als europäische Strategiechefin in der Position als Executive Director Strategy & Analytics. Nach Stationen in Unternehmensberatungen leitete ich das Einkaufsteam beim deutschen Fab-Vorgänger Casacanda.

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Marc war ebenfalls zwei Jahre bei Fab und war verantwortlich für die Logistik erst bei Casacanda, dann für ganz Fab Europa, das immerhin in 25 Länder verschickte. Vorher arbeitete er als Investment Banking Analyst bei Credit Suisse in Frankfurt und London.

Sebastian hat nicht bei Fab gearbeitet, ist ein alter Weggefährte von Marc. Sie lernten sich während des Studiums an der WHU kennen. Sebastian war zuletzt Senior Consultant bei Roland Berger in Dubai.

Wann hast du Fab verlassen und wann kam die Idee zu Juniqe?

Ich war vom ersten Tag bei Casacanda dabei, das später von Fab übernommen wurde. Ich verließ Fab im Herbst 2013. Die Idee zu Juniqe kam schon während meiner Zeit bei Fab: Ich habe gelernt, dass eine Menge Leute auf der Suche nach individueller, cooler Kunst sowie einer Alternative zu den herkömmlichen, saisonal getriebenen Fashion-Marken sind.

Daher präsentiert Juniqe immer neue, unkonventionelle und überraschende Künstler und Designs. Oft greifen wir virale Themen auch mit unserem internen Produktdesignteam auf und können sie in verschiedenster Form sofort auf die Seite bringen. Quasi vom Trend in den Store innerhalb 24 Stunden. Das nennen wir „super-fast retailing“. Ansonsten hat unser Modell nicht die Probleme vieler anderer E-Commerce Seiten: Überschaubare Komplexität in der Logistik, durch Print-on-Demand kein Lagerrisiko und Retourenquoten

War dir direkt klar, dass du am Design-Fokus anknüpfen wolltest?

Für mich war es definitiv klar. Fab war eine super Möglichkeit, meine Leidenschaft für gutes Design täglich auszuleben. Ich bin ohnehin ständig auf Lifestyle-, Art- und Fashion-Blogs unterwegs. Jetzt kann ich meine Ideen eben in Juniqe stecken. Außerdem haben wir alle in den für Juniqe relevanten Produktkategorien echtes E-Commerce Know-how aufbauen können. Es wäre ja schade gewesen, das einfach so aufzugeben.

Was hast du bei Fab gelernt und welche Fehler willst du bei Juniqe nicht machen?

Ich habe bei Fab viel Positives mitgenommen und viel gelernt. Fab ist in kurzer Zeit sehr schnell gewachsen. Auch für uns ist es wichtig, Juniqe schnell zu skalieren. Wir werden aber darauf achten, unsere langfristigen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.

Was ist euer USP und was macht ihr anders als alle anderen?

Spannende Produkte zu guten Preisen: Wir bieten eine exklusive Auswahl von junger, urbaner Kunst, die auf einer Vielzahl von hochwertigen Produkten beruht. Wir sind Trendsetter und neuen Bewegungen immer einen Schritt voraus. Schon bald wird es weitere Produktgruppen bei uns geben.

Kundenverständnis: Wir sind über alle sozialen Kanäle mit ihnen verbunden, sind am Puls der Zeit, und stellen so sicher, dass die Erfahrung mit Juniqe von Anfang bis Ende großartig ist.

Wie finanziert ihr euch?

Wir konnten einige erfahrene Design-, Marketing– und E-Commerce-Business Angels von Juniqe überzeugen.

Gibt es ein großes Vorbild für dich?

Ich habe kein konkretes Vorbild. Ich habe aber großen Respekt vor Unternehmen, die es in kürzester Zeit geschafft haben, eine weltbekannte und coole Marke aufzubauen, wie Dietrich Mateschitz oder Nick Robertson.

Stell dir vor, du könntest ein Lunch gewinnen. Wen würdest du aus der deutschen Startup-Branche gerne mit an den Tisch holen?

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Zwar kein ur-deutsches Startup, aber definitiv mit Standort Berlin. SoundCloud-Gründer Alexander Ljung, Eric Wahlforss und -COO Marc Strigel würde ich gerne mal an den Tisch holen. SoundCloud lebt Kreativität, jeden Tag. Das Produkt ist einfach grandios, und sie haben es einfach geschafft, eine unglaubliche Community an bekannten und unbekannten Artists und Content-Produzenten an sich zu binden und mit ihnen zu wachsen.

Vor welchen Herausforderungen hast du den größten Respekt?

Da die meisten von uns das Thema Gründung schon einmal von der Pike auf miterlebt haben, ist da sicherlich eine Menge Respekt vor der Skalierung eines Online-Geschäfts und allen Herausforderungen, die das mit sich bringt. Ob das nun in der Logistik ist, im Merchandising oder im Marketing. Das motiviert uns auch, jeden Tag wirklich Vollgas zu geben.

Bild: Juniqe