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Die Contorion-Gründer Frederick Roehder, Richard Schwenke und Tobias Tschötsch (von links).

Nur wenige deutsche Mittelständler sind so bekannt wie Kärcher aus der Nähe von Stuttgart. Das Unternehmen liefert Reinigungsgeräte in 60 Länder und hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro gemacht – Firmenrekord. Der Ausdruck „Kärchern“ hat sich sogar in den Sprachgebrauch eingebürgert.

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Ein wesentlicher Fokus liege aktuell auf der Digitalisierung, schreibt das Unternehmen auf seiner Homepage. So ist sicherlich auch das aktuelle Investment in Contorion zu erklären, einem Online-Shop für Handwerks- und Industrieprodukte. Project A hat das Startup im Jahr 2014 gestartet.

Contorion schließt nun seine Serie-B-Finanzierung im zweistelligen Millionen-Bereich ab, das Geld soll vor allem in die Expansion fließen. Dabei investiert der holländische Fonds Endeit; schon im Juli beteiligten sich – ebenfalls im Rahmen der Serie B – das Industrie-Unternehmen Klöckner und die Alt-Investoren Project A und Bauer Ventures. Im Zuge dieses ersten Teils der Finanzierungsrunde stieg auch die Kärcher Beteiligungs GmbH ein, wie im Handelsregister ersichtlich ist. In der Pressemitteilung wollte das Traditionsunternehmen offenbar nicht genannt werden. Auf Nachfrage wollte sich das Startup nicht zu dem Kärcher-Investment äußern.

Das Investment ist dabei sicherlich ein strategischer Schritt. Bislang sind die Kärcher-Produkte noch nicht auf der Homepage gelistet. Contorion verkauft Profiwerkzeug online und richtet sich vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen. Geleitet wird Contorion von den Ex-McKinsey-Beratern Richard Schwenke und Frederick Roehder sowie Tobias Tschötsch, Mitgründer von City Deal in England.

Das Startup gibt an, mehr als 150.000 Kunden in Deutschland und Österreich zu haben. Es beschäftigt nach eigenen Angaben heute rund 100 Mitarbeiter. Die Umsätze in diesem Jahr würden in einem zweistelligen Millionen-Bereich liegen, schreibt das Startup.

Bild: Contorion