kapilendo

Kapilendo-Gründer Christopher Grätz

Ein Coup ist dem Berliner Startup in diesem Jahr bereits gelungen: Im Frühjahr sammelte der Fußballclub Hertha BSC über die Crowd-Plattform Kapilendo innerhalb von wenigen Minuten eine Million Euro ein. Eine Aktion, die dem Startup auch abseits der Fintech-Szene Aufmerksamkeit verschaffte.

Nun gibt es kurz vor Jahresende von den eigenen Investoren Geld für weiteres Wachstum: In einer Series B erhält Kapilendo sieben Millionen Euro. Als neuer Investor ist ein etwas untypischer Geldgeber dabei: das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin. Auch die Altinvestoren Comvest Holding und der Fintech-Investor FinLab schießen Geld nach.

Vor eineinhalb Jahren war Kapilendo mit seiner Crowdlending-Plattform gestartet, mittlerweile arbeiten 20 Mitarbeiter für das Startup. Im Gegensatz zu anderen Crowd-Plattformen für Mittelständler – wie zum Beispiel Funding Circle – will das Startup seinen Fokus darauf legen, die Projekte genauer darzustellen. Im Gründerszene-Interview vor einem Jahr erklärte Christopher Grätz das so:

„Wir machen etwas Ähnliches, wir vergeben auch den klassischen Kredit an einen Mittelständler, ein konservatives Produkt. Und wir unterscheiden uns in einem wichtigen Punkt von der Konkurrenz: Wir bieten den Unternehmen die emotionale Ansprache von Plattformen wie Kickstarter oder Indiegogo in Form von Bildern, Videos und Texten. Crowdlending-Plattformen sind sonst sehr trocken und nüchtern, da sieht der Anleger die Verzinsung, aber er lernt das Unternehmen nicht richtig kennen.“

In diesem Jahr erweiterte Kapilendo sein Angebot: Seit der Übernahme von Venturate können sich auch Startups via Crowdinvesting über die Plattform finanzieren. „Mit dem frischen Kapital wollen wir zum führenden Full-Service-Anbieter im Bereich der Crowdfinanzierung in Deutschland werden“, lässt sich Gründer Christopher Grätz zur aktuellen Finanzierung zitieren.

Berliner Fußballklub: Hertha geht digital – und holt sich eine Million Euro von der Crowd

Hertha geht digital – und holt sich eine Million Euro von der Crowd

Der Hauptstadtklub Hertha BSC will digitaler werden. Über die Plattform Kapilendo hat er per Crowdfunding eine Million Euro in Rekordzeit zusammenbekommen.

Bild: Kapilendo