Kim_Dotcom

Auf Kollisionskurs mit dem Videochat-Riesen

Der in Neuseeland lebende Internetmillionär Kim Schmitz alias Kim Dotcom hat auf Twitter angekündigt, einen vollständig verschlüsselten Chatdienst zu starten. Er schreibt, dass die Software namens MegaChat browserbasiert und besonders schnell sein wird. Das Ende von Skype hält Schmitz damit für besiegelt: Immerhin sei der US-Dienst dazu verpflichtet, Geheimdienste mit Nutzerdaten zu versorgen.

Wann genau der Startschuss für MegaChat fallen soll, sagt Schmitz nicht. Noch vor einem Monat teilte er, ebenfalls über Twitter mit, dass er pleite sei.

Anfang dieses Jahres hatte Schmitz den Streaming-Dienst Baboom gegründet, eine Kreuzung aus Spotify und iTunes. Bereits Anfang Oktober dann der Abschied: Weil Schmitz bekanntermaßen nicht gerade freundschaftliche Kontakte zur Musikindustrie hegt, trennte sich der Gründer von seinem Musik-Unternehmen.

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In den USA ist Schmitz wegen Copyright-Verletzungen angeklagt. Ihm und drei Kollegen wird vorgeworfen, über den Sharhoster Megaupload geschütztes Material in Umlauf gebracht zu haben. Die US-Behörden drängen seit geraumer Zeit auf die Auslieferung des aus Kiel stammenden Internetunternehmers, gegen die sich der 40-Jährige allerdings sträubt. Spiegel Online berichtete vergangene Woche, dass die Anhörungen für eine Auslieferung im Juni 2015 beginnen sollen.

Bild: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von Abode of Chaos